08th Jan2018

4 Golden Globes für „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“

von

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Martin McDonaghs schwarzhumoriger Film Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ging bei der gestrigen 75. Golden Globe-Verleihung als großer Gewinner hervor und wurde in folgenden Kategorien ausgezeichnet:

– Bester Film – Drama
– Beste Hauptdarstellerin – Drama: Frances McDormand
– Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell
– Bestes Filmdrehbuch: Martin McDonagh

Mit ihrer Filmfigur Mildred Hayes knüpft Oscar®-Preisträgerin Frances McDormand an eine Tradition an, die lange für Männer reserviert war: die Rolle des einsamen Helden, der einer ganzen Stadt die Stirn bietet. „Ich habe die Mildred-Figur für Frances geschrieben“, sagt Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh. „Ich wusste, dass sie Mildreds Düsterkeit ausdrücken könnte und gleichzeitig dazu fähig wäre, Humor einzubringen – und dabei Mildreds Charakter treu bleiben würde.“

„Ich finde, dass Martin wirklich gut darin ist, die menschliche Existenz in einer geradezu griechisch-antiken Weise zu beschreiben“, äußert sich Frances McDormand zu ihrer Figur. „Wenn er erzählt, wie ein weiblicher Charakter Gerechtigkeit verlangt, weist die Geschichte über die Geschlechterfrage hinaus und sagt etwas über das Menschsein an sich aus.“

Für Sam Rockwell ist Three Billboards Outside Ebbing, Missouri bereits die dritte Zusammenarbeit mit Martin McDonagh nach 7 PSYCHOS und dem Theaterstück A Behanding in Spokane. Über seine Rolle sagt er: „Ich glaube, dass die Zuschauer am Ende in Bezug auf Dixon hin- und hergerissen sein werden. Ich will, dass sie gleichermaßen irritiert, wütend und amüsiert sind, und gleichzeitig auch mit ihm mitfühlen.“

Martin McDonagh über sein Drehbuch zu Three Billboards Outside Ebbing, Missouri: „Der Ausgangspunkt ist sehr traurig, doch es steckt auch viel Komisches darin – und ich hoffe, dass es stellenweise auch sehr bewegend ist. Ich nehme an, dass dies auch meine Art ist, das Leben zu sehen. Ich finde in gewissen Aspekten Traurigkeit, aber ich neige stets dazu, dies mit fröhlichen Dingen auszugleichen und mit Humor, wie schwarz er auch sein mag, der Hoffnungslosigkeit Paroli zu bieten.“

Pechschwarz, brüllend komisch und tief menschlich: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri begeistert Publikum und Kritiker gleichermaßen. Gnadenlos lakonisch erzählt Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh von der wütenden Mildred Hayes, die um jeden Preis Gerechtigkeit für ihre ermordete Tochter möchte.

Auf drei großen Reklametafeln an einer Zufahrtsstraße der Kleinstadt Ebbing prangert sie den örtlichen Polizeichef William Willoughby an und wirft ihm Untätigkeit in der Aufklärung des Mordfalls vor. Mit dieser Aktion provoziert die furchtlose Mildred nicht nur den krebskranken Willoughby und seinen jähzornigen Kollegen Dixon, sondern bringt die ganze verschlafene Kleinstadt gegen sich auf.

Mit scharfen Wortgefechten, einem brillant aufspielenden Ensemble und überraschenden Wendungen ist der Film klug und unterhaltsam zugleich.

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