02nd Dez2018

Nicole Kidman im unerbittlichen Neo-Noir-Thriller „Destroyer“

von

Destroyer

Die diesjährige Weltpremiere von Karyn Kusamas Destroyer beim Toronto International Film Festival beeindruckte Publikum und Kritiker tief und nachhaltig: Nicole Kidman als LAPD-Detective Erin Bell in einem unerbittlichen Neo-Noir-Thriller ist nach ihren unzähligen Leinwanderfolgen auf dem absoluten Höhepunkt ihrer eindrucksvollen Karriere angekommen. „Nichts, was Nicole Kidman in ihrer Laufbahn jemals absolvierte, lässt Sie auf Destroyer gefasst sein…“, resümierte das renommierte US-amerikanische Branchenblatt Variety die allgemeinen Reaktionen auf Kidmans bislang ungewöhnlichste Rolle.

Die von der Kritik hochgelobte Girlfight-Regisseurin Kusama und ihr Autorenteam Phil Hay und Matt Manfredi schneiderten Kidman die nach Genremaßstäben bislang vielschichtigste weibliche Copfigur auf den Leib: verletzlich und hart, gebrochen und unerbittlich zugleich liefert Destroyer einen intimen Einblick in die Gefühlswelt seiner Protagonistin und wirkt dank seiner komplexen weiblichen Hauptfigur, den hitzeflirrenden Downtown-LA-Bildern von Kamerafrau Julie Kirkwood und Kusamas untrügliches Gespür für die Schönheit und Widersprüchlichkeit ihrer Figuren mindestens so modern und relevant wie Travis Bickles stilprägender Leinwandauftritt in Taxi Driver vor mehr als vierzig Jahren.

Ein Mordfall wie jeder andere – so scheint es. Erin Bell, Polizistin in Los Angeles wird schnell eines Besseren belehrt: Indizien am Tatort deuten darauf hin, dass eine verschollen geglaubte Person aus ihrer Vergangenheit wieder zurück ist.

Silas ist der Grund, warum Erin heute ein Schatten ihrer selbst ist, eine gebrochene, innerlich wie äußerlich zerstörte Frau, die durch ihr Leben stolpert wie eine Untote. 17 Jahre sind vergangen, seit Erin als verdeckt arbeitende FBI-Agentin Silas zum ersten Mal auf der Spur war. Damals endete die Ermittlung in einer Katastrophe. Jetzt sieht Erin die Gelegenheit gekommen, ihre Sünden von einst wieder gut zu machen und Silas zur Strecke zu bringen. Koste es, was es wolle.

Deutscher Kinostart soll der 14. März 2019 sein.

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