25th Feb2019

Oscars 2019: Die Gewinner

von cRuEllY

Oscars

Vor wenigen Augenblicken endeten die 91. Academy Awards®. In 24 Kategorien wurden im Dolby Theatre Los Angeles die Preisträger mit der begehrtesten Trophäe der Filmwelt ausgezeichnet.

Persönlich beurteilt, war es eine der langweiligsten Verleihungen aller Zeiten. Nach zahlreichen Kontroversen um die Moderation verzichtete die Academy letztendlich komplett auf eine Begleitung durch den Abend. Auch die Diskussion um die Verlegung der „kleinen“ Preise in die Werbung und der darauf folgende Aufschrei aus der Branche hat der Academy sicherlich geschadet.

Ebenfalls bestätigen die Oscars 2019 das doch relativ langweilige Filmjahr 2018. Wenn Bohemian Rhapsody (2018) der Abräumer des Abends ist, sollte das für Kenner der Branche genug Aussagekraft über die Klasse der Verleihung und der Filme 2018 aussagen.

Mit Black Panther wurde zwar endlich ein Superhelden-Film in der Kategorie Bester Film nominiert, doch für viele war es die falsch Comicverfilmung. Nichtsdestotrotz konnte der Film in drei Kategorien den Preis einheimsen. Auch wenn diese Kategorien oftmals als „Trostpreise“ gelten.

Die Oscars verkommen immer mehr zu einem politischen Spektakel, als dass sie tatsächlich die Besten Filme auszeichnen. Meine größte Freunde ist die Auszeichnung als Bester Animationsfilm für Spider-Man: A New Universe.

Deutschlands Beitrag mit dem Künstlerporträt Werk ohne Autor ging in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film allerdings leer aus. Für Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck wäre es nach Das Leben der Anderen (2007) der zweite Oscar gewesen.

Besonders dürfte sich wohl der Streaming-Anbieter Netflix freuen. Sein eingekauftes Werk Roma konnte drei Preise für sich beanspruchen.

Bester Film
„Green Book – Eine besondere Freundschaft“
„A Star Is Born“
„BlacKkKlansman“
„Black Panther“
„Bohemian Rhapsody“
„The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
„Roma“
„Vice: Der zweite Mann“

Beste Regie
Alfonso Cuarón für „Roma“
Spike Lee für „BlacKkKlansman“
Adam McKay für „Vice: Der zweite Mann“
Pawel Pawlikowski für „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“
Yorgos Lanthimos für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“

Beste Hauptdarstellerin
Olivia Colman für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Glenn Close für „Die Frau des Nobelpreisträgers“
Lady Gaga für „A Star Is Born“
Melissa McCarthy für „Can You Ever Forgive Me?“
Yalitza Aparicio für „Roma“

Bester Hauptdarsteller
Rami Malek für „Bohemian Rhapsody“
Christian Bale für „Vice: Der zweite Mann“
Bradley Cooper für „A Star Is Born“
Willem Dafoe für „At Eternity’s Gate“
Viggo Mortensen für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“

Bester Filmsong
„Shallow“ aus „A Star Is Born“ – Musik und Text: Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt
„All the Stars“ aus Black Panther – Musik: Mark Spears, Kendrick Lamar und Anthony Tiffith; Text: Kendrick Lamar, Anthony Tiffith und Solana Rowe
„I’ll Fight“ aus „RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ – Musik und Text: Diane Warren
„The Place Where Lost Things Go“ aus „Mary Poppins‘ Rückkehr“ – Musik: Marc Shaiman; Text: Scott Wittman und Marc Shaiman
„When A Cowboy Trades His Spurs For Wings“ aus „The Ballad of Buster Scruggs“ – Musik und Text: David Rawlings und Gillian Welch

Beste Filmmusik
Ludwig Göransson für „Black Panther“
Terence Blanchard für „BlacKkKlansman“
Nicholas Britell für „If Beale Street Could Talk“
Alexandre Desplat für „Isle of Dogs – Ataris Reise“
Marc Shaiman für „Mary Poppins‘ Rückkehr“

Bestes adaptiertes Drehbuch
Charlie Wachtel, David Rabinowitz, Kevin Willmott und Spike Lee für „BlacKkKlansman“
Ethan und Joel Coen für „The Ballad of Buster Scruggs“
Nicole Holofcener und Jeff Whitty für „Can You Ever Forgive Me?“
Barry Jenkins für „If Beale Street Could Talk“
Eric Roth, Bradley Cooper und Will Fetters für „A Star Is Born“

Bestes Originaldrehbuch
Nick Vallelonga, Brian Currie und Peter Farrelly für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
Deborah Davis und Tony McNamara für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Paul Schrader für „First Reformed“
Alfonso Cuarón für „Roma“
Adam McKay für „Vice: Der zweite Mann“

Bester Kurzfilm
„Skin“ von Guy Nattiv und Jaime Ray Newman
„Detainment“ von Vincent Lambe und Darren Mahon
„Fauve“ von Jeremy Comte und Maria Gracia Turgeon
„Marguerite“ von Marianne Farley und Marie-Hélène Panisset
„Mother“ von Rodrigo Sorogoyen und María del Puy Alvarado

Beste visuelle Effekte
Paul Lambert, Ian Hunter, Tristan Myles und J.D. Schwalm für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
Dan DeLeeuw, Kelly Port, Russell Earl und Daniel Sudick für „Avengers: Infinity War“
Christopher Lawrence, Michael Eames, Theo Jones und Chris Corbould für „Christopher Robin“
Roger Guyett, Grady Cofer, Matthew E. Butler und Dave Shirk für „Ready Player One“
Rob Bredow, Patrick Tubach, Neal Scanlan und Dominic Tuohy für „Solo: A Star Wars Story“

Bester Dokumentar-Kurzfilm
„Period. End of Sentence.“ von Rayka Zehtabchi und Melissa Berton
„Black Sheep“ von Ed Perkins und Jonathan Chinn
„Endspiel“ („End Game“) von Rob Epstein und Jeffrey Friedman
„Lifeboat“ von Skye Fitzgerald und Bryn Mooser
„A Night at The Garden“ von Marshall Curry

Bester animierter Kurzfilm
„Bao“ von Domee Shi und Becky Neiman-Cobb
„Animal Behaviour“ von Alison Snowden und David Fine
„Late Afternoon“ von Louise Bagnall und Nuria González Blanco
„One Small Step“ von Andrew Chesworth und Bobby Pontillas
„Weekends“ von Trevor Jimenez

Bester Animationsfilm
„Spider-Man: A New Universe“ von Bob Persichetti, Peter Ramsey, Rodney Rothman, Phil Lord und Chris Miller
„Chaos im Netz“ („Ralph Breaks the Internet“) von Rich Moore, Phil Johnston und Clark Spencer
„Isle of Dogs – Ataris Reise“ von Wes Anderson, Scott Rudin, Steven Rales und Jeremy Dawson
„Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft“ von Mamoru Hosoda und Yuichiro Saito
„Die Unglaublichen 2“ („The Incredibles 2“) von Brad Bird, John Walker und Nicole Paradis Grindle

Bester Nebendarsteller
Mahershala Ali für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
Adam Driver für „BlacKkKlansman“
Richard E. Grant für „Can You Ever Forgive Me?“
Sam Elliott für „A Star Is Born“
Sam Rockwell für „Vice: Der zweite Mann“

Bester Schnitt
John Ottman für „Bohemian Rhapsody“
Barry Alexander Brown für „BlacKkKlansman“
Yorgos Mavropsaridis für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Patrick J. Don Vito für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
Hank Corwin für „Vice: Der zweite Mann“

Bester fremdsprachiger Film
„Roma“ aus Mexiko
„Werk ohne Autor“ aus Deutschland
„Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ aus Polen
„Capernaum“ aus dem Libanon“
„Shoplifters“ aus Japan

Bester Ton
Paul Massey, Tim Cavagin und John Casali für „Bohemian Rhapsody“
Steve Boeddeker, Brandon Proctor und Peter J. Devlin für „Black Panther“
Jon Taylor, Frank A. Montaño, Ai-Ling Lee und Mary H. Ellis für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
Skip Lievsay, Craig Henighan und José Antonio García für „Roma“
Tom Ozanich, Dean A. Zupancic, Jason Ruder und Steve A. Morrow für „A Star Is Born“

Bester Tonschnitt
John Warhurst und Nina Hartstone für „Bohemian Rhapsody“
Benjamin A. Burtt und Steve Boeddeker für „Black Panther“
Ai-Ling Lee und Mildred Iatrou Morgan für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
Ethan Van der Ryn und Erik Aadahl für „A Quiet Place“
Sergio Díaz und Skip Lievsay für „Roma“

Beste Kamera
Alfonso Cuarón für „Roma“
Lukasz Zal für „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“
Robbie Ryan für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Caleb Deschanel für „Werk ohne Autor“
Matthew Libatique für „A Star Is Born“

Bestes Szenenbild
Hannah Beachler und Jay Hart für „Black Panther“
Fiona Crombie und Alice Felton für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Nathan Crowley und Kathy Lucas für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
John Myhre und Gordon Sim für „Mary Poppins‘ Rückkehr“
Eugenio Caballero und Bárbara Enríquez für „Roma“

Bestes Kostümdesign
Ruth E. Carter für „Black Panther“
Mary Zophres für „The Ballad of Buster Scruggs“
Sandy Powell für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Sandy Powell für „Mary Poppins‘ Rückkehr“
Alexandra Byrne für „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Bestes Make-up und beste Frisuren
Greg Cannom, Kate Biscoe und Patricia DeHaney für „Vice: Der zweite Mann“
Göran Lundström und Pamela Goldammer für „Border“
Jenny Shircore, Marc Pilcher und Jessica Brooks für „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Bester Dokumentarfilm
„Free Solo“ von Elizabeth Chai Vasarhelyi, Jimmy Chin, Evan Hayes und Shannon Dill
„Hale County This Morning, This Evening“ von RaMell Ross, Joslyn Barnes und Su Kim
„Minding the Gap“ von Bing Liu und Diane Quon
„Of Fathers and Sons“ von Talal Derki, Ansgar Frerich, Eva Kemme und Tobias N. Siebert
„RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ von Betsy West und Julie Cohen

Beste Nebendarstellerin
Regina King für „If Beale Street Could Talk“
Amy Adams für „Vice: Der zweite Mann“
Emma Stone für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Rachel Weisz für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
Marina de Tavira für „Roma“

22nd Jan2019

Oscars 2019: Die Nominierungen

von cRuEllY

Oscars

Die Nominierungen für die Oscars 2019 wurden vor kurzem in Los Angeles bekannt gegeben. Die Schauspieler Kumail Nanjiani und Tracee Ellis Ross stellten die Kandidaten per Live Stream vor. Die größte Überraschung gab es dann wohl den den Nominierungen für den Oscar Bester Film. Vielleicht nicht ganz unerwartet aber in den Augen vieler wohl äußerst unverdient hat Marvel’s Black Panther von Regisseur Ryan Coogler als erster Superhelden-Film eine Nominierung in dieser Kategorie sich erschleichen können. Filme wie The Dark Knight (2008), Watchmen – Die Wächter (2009) oder Logan (2017), welche es sicherlich eher verdient gehabt hätten, kam diese Ehre dagegen nicht zuteil.

Nachdem sich die Oscars in der Vergangenheit des öfteren Kontroversen um zu wenige Nominierungen für Filme über, mit und von Afro-Amerikanern gefallen lassen mussten, wird sich in diesem Jahr das allgemeine Wort wohl eher um diese fehlplatzierte Nominierung für Black Panther drehen. Insgesamt darf der Superhelden-Film auf einen Oscar in sieben Kategorien hoffen.

Die meisten Nominierungen konnten jedoch Alfonso Cuaróns mexikanisches Filmdrama Roma des Streaming-Anbieters Netflix und Yorgos Lanthimos‘ The Favourite einheimsen. Beide Filme sind in insgesamt 10 Kategorien nominiert.

Aber auch Deutschland darf sich über eine Nominierung freuen. Florian Henckel von Donnersmarcks Künstlerdrama Werk ohne Autor ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte Nicht-englischsprachiger Film.

Unerwarteter Weise ging dagegen Darsteller Ethan Hawke aus. Für seine Leistung in dem Thriller First Reformed von Paul Schrader wurde er mit keiner Nominierung als Bester Darsteller in einer Hauptrolle belohnt. Auch dem ehemaligen American Football Spieler John David Washington wurde diese Ehre für seine Darbietung in BlacKkKlansman nicht zuteil.

Die Oscars werden am 24. Februar in Los Angeles verliehen.

Bester Darsteller in einer Nebenrolle
Sam Rockwell (Vice)
Adam Driver (BlacKkKlansman)
Sam Elliot (A Star Is Born)
Mahershala Ali (Green Book)
Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me)

Beste Darstellerin in einer Nebenrolle
Emma Stone (The Favourite)
Amy Adams (Vice)
Rachel Weisz (The Favourite)
Regina King (If Beale Street Could Talk)
Marina de Tavira (Roma)

Bester Darsteller in einer Hauptrolle
Christian Bale (Vice)
Viggo Mortensen (Green Book)
Bradley Cooper (A Star Is Born)
Willem Dafoe (At Eternity’s Gate)
Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

Beste Darstellerin in einer Hauptrolle
Lady Gaga (A Star Is Born)
Yalitza Aparicio (Roma)
Glenn Close (The Wife)
Olivia Colman (The Favourite)
Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

Bester Film
Black Panther
BlacKkKlansman
Bohemian Rhapsody
The Favourite
Green Book
Roma
A Star Is Born
Vice

Eine Liste mit allen Nominierten findet ihr auf Wikipedia.

07th Dez2018

Trailer und Poster zu „Avengers: Endgame“

von cRuEllY

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Marvel Studios hat einen ersten Trailer zu Avengers: Endgame veröffentlicht. Der im nächsten Jahr erscheinende Film setzt die Ereignisse aus Avengers: Infinity War fort, in welchem Thanos (Josh Brolin) den Avengers schwer zu schaffen machte.

Wenn man bedenkt, dass Infinity War mit einem offenen Ende die Zuschauer den Saal verlassen lies, ist es kein Wunder, dass zahlreiche Spekulationen über die weitere Handlung im Internet kursieren. Mit einem kleineren Cast wird der Fokus wohl auch wieder auf die Helden zurückfallen und diese ins Rampenlicht rücken.

Wie im Trailer zu sehen, wird diese Rolle wohl Captain America und Black Widow zufallen. Ob es Iron Man überhaupt schafft in den Kampf einzugreifen, lässt der Trailer noch offen.

Nebenbei anzumerken sei, dass Doctor Strange bereits in Infinity War den nun veröffentlichten Titel der Fortsetzung angeteasert hatte, als er sagte: „We’re in the endgame now.“

Avengers: Endgame startet am 26. April 2019 in den weltweiten Kinosälen und wird erneut die folgenden Darsteller in ihre Heldenkostüme zwängen: Robert Downey Jr., Chris Evans, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Mark Ruffalo, Jeremy Renner, Paul Rudd, Don Cheadle, Karen Gillan und Brie Larson.

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28th Nov2018

„Cowboy Bebop“: Netflix kreiert Live-Action-Serie

von cRuEllY

Cowboy Bebop

Cowboy Bebop ist Kult! Der Streaming-Dienst Netflix hat das wohl auch erkannt und startet nun mit der Produktion einer Live-Action-Serie des beliebten Anime.

Basierend auf der originalen Geschichte des 1998 produzierten Anime verfolgen wir erneut die bunt gemischten Kopfgeldjäger-Truppe aus Spike Spiegel, Jet Black, Faye Valentine und Radical Ed, auf ihrer Flucht vor ihrer Vergangenheit und der Jagd nach den gefährlichsten Kriminellen des Sonnensystems. Beim Jazz-verliebten Cowboy Bebop führte im Original Shinichirō Watanabe Regie, basierend auf einem Drehbuch von Keiko Nobumoto. Das Genre verbindende Anime mit Western, Sci-Fi und Noir Elementen wurde zu einem der beliebtesten und höchst gelobten Anime aller Zeiten. Es folgten mehrere Manga-Serie und ein Film. Cowboy Bebop gilt auch heute noch für viele als die Einstiegsdroge zu Anime.

Netflix hat insgesamt 10 Episoden für die erste Staffel bestellt. Drehbuchautor Christopher Yost (Thor: The Dark World, Thor: Ragnarok) wird die erste Episode verfassen. Shinichirō Watanabe wird weiterhin in beratender Funktion am Projekt teilnehmen.

Das Anime spielt im Jahr 2071, knapp 50 Jahre nachdem eine Katastrophe die Erde fast komplett unbewohnbar gemacht hat. Seitdem hat die Menschheit fast alle Planeten des Sonnensystems kolonisiert und Kopfgeldjäger, genannt Cowboys, verfolgen Kriminelle durch die Weiten des Universums.

15th Nov2018

Offizieller Trailer zu „Dumbo“

von cRuEllY

Dumbo

Nachdem uns gestern das offizielle Poster zu Tim Burtons Realverfilmung des Disney-Klassikers Dumbo präsentiert wurde, folgt heute bereits ein erster, offizieller Trailer.

Das Leben des ehemaligen Zirkusstars Holt Farrier ist aus den Fugen geraten, seit er aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Zirkusbesitzer Max Medici stellt ihn ein, um für einen neugeborenen Elefanten zu sorgen, dessen übergroße Ohren ihn zur Zielscheibe für Hohn und Spott machen.

Doch als Holts Kinder Milly und Joe herausfinden, dass Dumbo fliegen kann, setzt nicht nur die angeschlagene Zirkustruppe ihre Hoffnungen in den kleinen Dickhäuter. Der überzeugungskräftige Unternehmer V.A. Vandevere und die charmante Luftakrobatin Colette Marchant treten ebenfalls auf den Plan.

Die Geschichte von Dumbo, dem kleinen Elefanten mit den großen Ohren, hat seit jeher die Herzen von kleinen und großen Zuschauern berührt. Walt Disney Studios und Ausnahmeregisseur Tim Burton zaubern nun eine fantastische Realfilm-Version der Geschichte auf die große Leinwand: Dumbo kommt am 4. April 2019 in die deutschen Kinos.

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14th Nov2018

Serienmittwoch #148

von cRuEllY

Serienmittwoch

Und auch an diesem Mittwoch steht wieder Corlys Serienmittwoch an und ich versuche mich an folgender Frage: Welche Serien würdet ihr gern mal sehen, kommt aber nicht dazu?

Battlestar Galactica – Ich habe die Serie mittlerweile circa 3-5 Mal angefangen, aber habe es nie geschafft alle vier Staffeln plus Film und Miniserie an einem Stück zu schauen. Das sollte ich aber tatsächlich endlich mal nachholen, immerhin ist das Brettspiel Battlestar Galactica: Das Brettspiel des Heidelberger Spieleverlags ein absoluter Top-Titel, den ich sehr gerne Spiele. Etwas mehr Hintergrundwissen wäre da sicherlich nicht verkehrt.

Hell on Wheels – Früher war ich ein absoluter Western-Junkie und auch heute noch verbringe ich gerne meine Abende mit einem guten Western. Eine Western-Serie wie einst Deadwood sollte da eigentlich für mich ein absolutes Must-See sein, aber außer ein paar Folgen der ersten Staffel habe ich von Hell on Wheels bisher nicht viel sehen können.

Lucifer – Das Thema ist zwar nicht unbedingt etwas, das mich direkt fesselt aber ich habe sehr viel Gutes über die Serie gehört und da sie schon bei ihrem Release auf meiner Watchlist gelandet ist, sollte ich sie vielleicht doch endlich einmal anschauen.

Cain and Abel – Dieses süd-Koreanische Drama steht schon seit 2009 auf meiner Watchlist und ich habe sie bisher noch immer nicht angeschaut. Ich bin damals durch die Mini-Serie Jekyll (2007) auf dieses Drama aufmerksam geworden, als ich in einem Forum nach ähnlichen Serien gefragt hatte und mir Cain and Abel empfohlen wurde.

Rom – Die HBO Serie Rom ist auch so ein Fall. In zwei Staffeln lief die Serie von 2005-2007, ich bin aber erst einige Jahre später, nachdem ich durch Die Sopranos und Deadwood auf HBO aufmerksam wurde, auch auf diese Serie hingewiesen worden.

12th Nov2018

Erster Trailer zu „Pokémon Detective Pikachu“

von cRuEllY

Detective Pikachu

Wenige Monate nach dem Bekanntwerden, dass die Real-Verfilmung Pokémon Detective Pikachu Universal Pictures verlassen hat und stattdessen unter der Fahne von Warner Bros. in den Kinos laufen wird, gibt es nun auch schon den ersten Trailer zum Film.

Schauspieler Ryan Reynolds will sie alle schnappen! An der Seite von Justice Smith, 2018 zusehen gewesen in Jurassic World: Das gefallene Königreich, und Kathryn Newton übernimmt der Deadpool-Star die Synchronisation des Pokémon Pikachu. Zum weiteren Cast zählen unter anderem Bill Nighy, Suki Waterhouse, Ken Watanabe und Rita Ora. Rob Letterman (Gänsehaut) agiert als Regisseur.

Reynolds` Rolle als Detective Pikachu soll dabei mit Hilfe von Motion-Capture umgesetzt werden. Inhaltlich geht es um Tim Goodman (Justice Smith), dessen Vater entführt wird. Zusammen mit Pikachu und der frechen Journalistin Lucy (Kathryn Newton) wollen sie den mysteriösen Fall lösen.

Pokémon Detective Pikachu startet am 09. Mai 2019 in den deutschen Kinos.

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09th Nov2018

Rambo (1982) | Filmkritik

von cRuEllY

Rambo

Der Vietnamkrieg wütete von 1955 bis 1975 in und um Vietnam. Ab 1965 beteiligten sich auch die USA mit Bodentruppen an diesem Konflikt des Kalten Krieges, der als einer von zahlreichen Stellvertreterkriegen der Supermächte USA und UdSSR in die Geschichtsbücher einging. Mit dem Pariser Waffenstillstand von 1973 beendeten die USA ihre Beteiligung an diesem gescheiterten Krieg und zogen ihre gesamten Streitkräfte aus Vietnam ab, denn die Stimmung der Bevölkerung in den USA hatte sich aufgrund von massiver, medialer Berichterstattung über die Grausamkeiten an der Zivilbevölkerung in Vietnam gegen den militärischen Einsatz gewandt.

rambo_1 Als Folge dieses abrupten Abzugs verfiel der von den USA unterstütze Süden in ein Chaos aus Arbeitslosigkeit, Fahnenflucht, Versorgungsengpässen, Inflation und Rezession, welches am 30. April 1975 mit der Kapitulation der Armee Südvietnams und der Regierung von Südvietnam vor den in der Frühjahrsoffensive einfallenden Truppen des Nordvietnam und Viet Cong endete.

Doch auch wenn der Krieg beendet schien, seine Auswirkungen auf Zivilbevölkerung und Militärs sind auch noch heute zu beobachten.

John Rambo (Sylvester Stallone), ein ehemaliger Militär der Green Beret-Spezialeinheit, wird vom übereifrigen Kleinstadt-Sheriff Will Teasle (Brian Dennehy) für einen Landstreicher gehalten und kurzerhand ins Gefängnis gesperrt. Dort behandeln ihn die Deputies wie den letzten Dreck – nichtsahnend, welche Konsequenzen ihr Handeln mit sich bringt. Denn Rambo ist ein hochdekorierter Vietnam-Veteran, eine perfekt ausgebildete Kampfmaschine, die zum Töten gedrillt wurde.

In einer dramatischen Aktion flieht er in die nahegelegenen Berge und beginnt einen gnadenlosen Guerillakrieg gegen die örtliche Polizei. Dabei muss er all seine Cleverness, Kampftaktiken und Waffenkenntnisse einsetzen, um seine Verfolger zu überlisten und sein eigenes Leben zu retten.

rambo_2 Wer den Namen Sylvester Stallone hört, hat meist zwei Bilder vor Augen. Einmal Rocky mit hochgerissenen Armen vor dem Philadelphia Museum of Art und zum anderen einen oberkörperfreien, muskelbepackten Kriegsveteran mit Maschinengewehr und Bandana.

Bevor Stallone 1982 mit Rocky III erneut einen riesigen Kinoerfolg verbuchen konnte, sprach man ihm in Hollywood keine große schauspielerische Bandbreite zu, denn abseits seines Rocky-Alter Egos, waren seine sämtlichen Filme absolute Kinoflops. Zu dieser Zeit jedoch unterbreite ihm Regisseur Ted Kotcheff das Angebot, die Hauptrolle in dem Film Rambo (Originaltitel: First Blood), nach dem Roman „First Blood“ von Autor David Morrell (1972), zu übernehmen.

Stallone stimmte, unter der Bedingung das Drehbuch überarbeiten zu dürfen, zu. Und gerade diese Überarbeitungen machen den Auftakt der Tetralogie um John J. Rambo zu einem ganz besonderen Werk, welches fast die Zukunft der Rambo-Filme und ihren Kultstatus in eine ganz eine Bahn geworfen hätte.

Anfang der 80er Jahre waren Filme über den Krieg in Vietnam noch rar gesät. Erst 1979 beispielsweise erschien der allseits gelobte, mit einem Fokus auf den Grausamkeiten des Krieges und der Verdeutlichung seiner Sinnlosigkeit, Antikriegsfilm Apocalypse Now von Regisseur Francis Ford Coppola.

Sylvester Stallone dagegen änderte bei Rambo die Fokussierung des Romans auf eine eiskalte „Tötungsmaschine“ und schrieb den Protagonisten in einen seelisch gebrochenen Exsoldaten, mit Schwierigkeiten beim Zurechtfinden im Zivilleben, um. Besonders die Krankheit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) wird durch Stallone als Hauptaugenmerk des Films etabliert. Rambo ist also eher mit einem Taxi Driver (1976) zu vergleichen, als mit einem Das Phantom-Kommando (1985).

Das von Generationen mittlerweile als Synonym verwendete Wort für einen brutalen männlichen Kraftprotz konventionalisierte sich erst durch die Fortsetzungen Rambo II (1985) und Rambo III (1988) und durch die Tatsache, dass 1982 nur wenige Zuschauer die politische Raffinesse des Films erkannten. Immerhin zerstört Rambo im Film eine komplette Kleinstadt. Gerade diese ausufernde Action des ersten Films ist auch sein größter Kritikpunkt.

rambo_3 Während die Fortsetzungen immer neue Rekorde im Body Count Index (Anzahl der getöteten Personen im Film) aufstellten, stirbt im ersten Teil der Kultreihe gerade einmal eine Person, und das auch noch durch Selbstverschuldung. Der Actionheld John Rambo wird in seiner ersten Leinwandaufführung bewusst als zerbrechlicher Mann dargestellt, welcher nur seinen Platz in der Welt zu finden versucht.

Diese Suche wird immer wieder durch den Horror des Krieges unterbrochen, welcher sich in großartig inszenierten Rückblenden manifestiert. Gerade diese kurzen Sekunden über die Kriegserlebnisse in Vietnam geben dem Zuschauer einen gewaltigen Einblick in die unaussprechlichen Schrecken des Krieges.

Sylvester Stallone wollte mit seiner Darstellung des Vietnam-Veteranen John Rambo polarisieren. Ein Mann, welcher nur Respekt erfahren möchte, nach seiner Rückkehr aus dem Krieg jedoch von den zivilen Massen mit negativen und abscheulichen Reaktionen überhäuft wird. Ein Mann, welcher nur den Krieg kennt und dem nichts geblieben ist außer seinen fürchterlich Erinnerungen.

Mit ihrer ganz eigenen Interpretation und Aufarbeitung des Vietnamkriegs ist Kotcheff und Stallone ein großartiger Film gelungen, welcher heutzutage wahrscheinlich viel mehr Aufmerksamkeit für seine Idee erhalten würde, als es ihm bei seiner Veröffentlichung vergönnt war. Nichtsdestotrotz war Rambo 1982 einer der erfolgreichen Filme an den Kinokassen. Aber Stallone hätte sich wohl gewünscht, eher für seine schauspielerische Kunst, als für seinen stählernen Körper Beachtung zu finden.

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Immerhin konnte er mit seinem Pochen auf ein alternatives Ende der Geschichte – das originale Ende aus dem Roman wurde vom Testpublikum überhaupt nicht angenommen – die wohl erinnerungswürdigste Szene des gesamten Films schaffen. Ein Mann, welcher einen kompletten seelischen Zusammenbruch erleidet und weinend in sich zusammenfällt, war im Action-Genre eine absolute Seltenheit, wenn nicht Einmaligkeit zu dieser Zeit.

Doch auch diese Katharsis rief seinerzeit einige Kritik hervor, da John Rambo in seinem Schluchzten mit dem Finger die Anti-Kriegs-Demonstranten als verantwortlich für seine Situation deklariert und damit die Bildgewalt der Szene überspielt. Manchmal ist weniger eben mehr und hätte Rambo Stille bewahrt, wäre diese Szene wohl noch deutlicher in ihrer Aussagekraft gewesen.

Rambo verfolgt, in bester Sergio Leone Manier, einen Mann ohne Namen, welcher auf der Suche nach seinem ganz eigenen Platz in dieser Welt ist. Besonders Sylvester Stallone ist die Humanisierung des Vietnam-Veteranen zuzusprechen, auch wenn der Film leider durch seine teils übertrieben Action den Fokus verliert.

Letztendlich ist Rambo daher nur ein, dank der von Ted Kotcheff grandios eingefangen Paranoia und Angst, perfekt inszenierter Actionfilm, welcher zwar aufschlussreiche Einblicke in die Aufarbeitung des Vietnamkrieges bietet, sich aber mit seiner schwankenden Fokussierung selbst schadet und gerade durch seine Fortsetzungen heute als Sinnbild des grobschlächtigen Mannes für Gerechtigkeit dient. Der Idolisierung Sylvester Stallones kam dies besonders zu Gute.

Seit dem 8. November 2018 gibt es Rambo als restaurierte Fassung auf DVD, Blu-ray und 4K UHD mit zahlreichen Extras wie einer interessanten Dokumentation über den Vietnamkrieg oder dem Kult um Rambo. Aber besonders die entfernten Bildfehler und das schärfere Bilderlebnis lassen die Herzen der Heimkino-Zuschauer höher schlagen.

Bewertung

Bewertung_8

Trailer

Informationen
Rambo (1982)
93 min|Action, Adventure|22 Oct 1982
7.7IMDB-Wertung: 7.7 / 10 von 203,669 Nutzern
John Rambo, ein vom Krieg verstörter Vietnamveteran, irrt trampend durch die Vereinigten Staaten. Unterwegs gerät er an den bösartigen Sheriff Teasle, der ihn ohne Grund in Haft nimmt. Als Rambo in der Zelle von den Cops misshandelt wird, dreht er durch, und flüchtet in den Wald. Jetzt haben die Provinzbullen endlich einen Grund, ihn zu jagen...
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