Die Kindheit ist so schnell vorbei. Und nichts ist wichtiger, als sich seine Fantasie zu bewahren, solange man noch träumen kann.
Raus aus dem Alltag, hinein ins Märchen
Tim (Andrew Garfield) und Polly (Claire Foy) haben es mit ihren drei Kindern nicht leicht. Den ganzen Tag hängen sie vor ihren mobilen Geräten und legen die nervige Technik nicht einmal für das gemeinsame Abendessen zur Seite. Als Polly dann auch noch ihren gut bezahlten Job verliert, steht die junge Familie vor dem Nichts.
Das Haus ist weg, das Geld wird knapp und Tims Schwiegermutter wird ebenfalls nicht erfreut sein. Ihre eigenen Träume rücken damit in weite Ferne. Doch dann kommt dem Familienvater und Hausmann die Lösung: Sie ziehen aufs Land.

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Natürlich entpuppt sich das seltsam günstige Landhaus als heruntergekommener Schuppen. Doch so leicht geben sich Tim und Polly nicht geschlagen und werkeln schon an der passenden Lösung.
Eine magische Reise durch den Wunderweltenbaum
Die Kinder sind ob des unfreiwilligen Handy-Detoxs nicht begeistert und streiken bereits nach fünf Minuten in der Pampa. Nur Nesthäkchen Fran (Billie Gadsdon) kann der neuen Situation etwas Positives abgewinnen und schließt sogar Freundschaft mit einer recht eigenwilligen Fee namens Seidenhaar (Nicola Coughlan).
Als Dankeschön bekommt das sonst eher stumme Mädchen eine Tour durch den großen Wunderweltenbaum spendiert. Gespickt mit allerlei knuffigen Gesellen ist Fran fortan im Märchenmodus und kann es kaum erwarten, ihre Geschwister auf eine wundersame Reise mitzunehmen. Denn jeden Tag gewährt der Baum den Zugang zu einer neuen faszinierenden Welt.
Vom Süßigkeitenland bis hin zum Geburtstagsland werden hier alle Wünsche wahr – wenn man sich denn an die Regeln hält. Und es dürfte klar sein, dass ein Regelverstoß böse Konsequenzen nach sich ziehen kann.

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Während Tim verzweifelt versucht, Tomatenbauer zu werden und seine italienischen Wurzeln zu ergründen, lernen seine Kinder, was es heißt, an Magie zu glauben.
Enid Blytons Fantasie lebt weiter
Die Romanverfilmung basiert auf den Büchern von Enid Blyton, die bereits mit Fünf Freunde und Hanni und Nanni große Erfolge feiern konnte. Die Handlung erinnert ein wenig an Eine zauberhafte Nanny, wo unerzogene oder undankbare Kinder durch den Einfluss einer magischen Figur resozialisiert werden. Auch hier lernen die drei Geschwister, welche Opfer ihre Eltern täglich bringen, um die Familie am Laufen zu halten, sodass sich am Ende alle wieder liebhaben können.
Liebevolle Figuren und zauberhafte Welten
Der Film ist voller toller Bilder, Kostüme, Effekte und Ideen und lässt die Märchenwelt in wundervollen Farben erstrahlen. Neben der frechen Fee verstärken ein Mondgesicht (Nonso Anozie) mit epischer Frisur, ein Pfannenmann (Dustin Demri-Burns) und ein Namenloser (Oliver Chris) die Reisegruppe durch die Zauberwelten. Alles liebevoll gestaltete Charaktere, denen man als Kind sicher nur allzu gern über den Weg gelaufen wäre – bis auf die grimmige Fräulein Klatsch (Rebecca Ferguson) natürlich.

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Und so plätschern die zuckersüßen 110 Filmminuten rasant an einem vorbei wie eine Gute-Nacht-Geschichte vor dem Schlafengehen.
Kino-Magie für die Kleinsten, Nostalgie für die Großen
Für junge Zuschauer wird es auf jeden Fall eine wunderschöne Reise. Erwachsene werden sich vielleicht an der etwas einfach gestrickten Handlung stören, die der Kinderbuchvorlage geschuldet sein dürfte. Wen das nicht stört, wird einen technisch gut gemachten und liebevoll erzählten Familienfilm über Wunderbäume, Feen und Tomatensoße vorfinden.
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