25th Mai2016

Fanboys (2009) | Filmkritik

Fanboys

10 lange Jahre musste die Welt auf Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht und damit die Fortsetzung der legendären Star Wars-Filme warten. Die Geheimhaltung war enorm und Unmengen an Gerüchten ließen die Fans ungeduldig auf das Erwachen der Macht warten.

fanboys_1 1998, ein Jahr vor der zweiten Star Wars-Trilogie, war es nicht anders und in genau diese Zeit führt uns das Nerd Abenteuer Fanboys von Regisseur Kyle Newman aus dem Jahr 2009.

In dem 90 Minuten langen Roadmovie erfahren die begeisterten Star Wars-Fans Linus (Chris Marquette), Hutch (Dan Fogler) und Windows (Jay Baruchel) von der tödlichen Krebserkrankung ihres Freundes Eric (Sam Huntington). Damit er aber noch Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung sehen kann, entschließen sie sich in die Skywalker Ranch von George Lucas einzubrechen und eine Kopie des Films zu stehlen. Doch jeder in der Gruppe hat auf dieser Reise auch seine eigenen Krisen zu bewältigen, um sein Leben wieder in den Griff bekommen.

Die chaotische Truppe bekommt zudem Unterstützung von Freundin Zoe (Kristen Bell) und anderen prominenten Größen in Gastrollen. Billy Dee Williams, welcher in Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück Lando Calrissian spielte gibt sich hier ebenso die Ehre wie Carrie Fisher als auch, trotz allen Rivalitäten der Fanlager, Captain Kirk alias William Shatner als: er selbst.

fanboys_2 Ja genau, ernst nimmt sich Fanboys selbst nur in sehr wenigen Szenen. Kaum ein Dialog vergeht ohne Anspielungen aus dem Nerdrepertoire oder witzigen Gastauftritten. Die Schauspieler spielen dabei allesamt lebendig auf, auch wenn ihre Dialoge oft schon zu gewollt nerdig klingen und manchmal sogar unverständlich bleiben. Auch die gesamte Handlung ist großenteils eine reine Aneinanderreihung von einzelnen Gag-Szenen, die aber abwechslungsreich sind und für Kenner der Science-Fiction viele lustige Insider beinhalten.

Damit wäre aber auch schon die größte Schwäche der Star Wars Huldigung klar: Wer kein Nerd ist, hat nicht viel zu lachen. Unbedingt sollte man vor dem Film die ersten drei Star Wars Filme gesehen haben. Wenn diese bekannt sind, zünden die meisten Gags und teils pubertären Witze sofort und man fühlt sich im Universum der Nerds wohl wie ein Droide im Ölbad.

fanboys_3 Auch für Nicht-Geeks bekannt sind vielleicht Schauspieler wie Seth Green und Danny Trejo, die den Zuschauer ein bisschen Hollywoodluft schnuppern lassen. Jedoch sind diese Cameo-Auftritte genau wie die Krebs-Story und die ganzen Gags nicht besonders gut verknüpft und wirken lose aneinandergereiht. Dies ist aber zum Glück nur zweitrangig, denn der Film lebt von seinem Herzblut, mit dem er erzählt wird und von der Legende, der er ein Denkmal setzt. Das Fan-Sein wird humorvoll transportiert, wie zum Beispiel in der Feindschaft mit den Star Trek Anhängern.

Die Geschichte der Protagonisten ist der Traum eines jeden Star Wars-Fans und somit wird der Film auch genau jenen gefallen. Der Fokus liegt dabei definitiv auf Wortwitz und den zahlreichen Cameo-Auftritten. Durch seine humorvolle und offene Art ist der Film unterhaltsam und einige Male auch zu Tränen rührend, womit Kyle Newman die Essenz von Star Wars zelebriert: Die Gemeinschaft der Fanboys- und Girls und einer fantasievollen Filmreihe!

Cast & Crew

Regie: Kyle Newman
Drehbuch: Ernest Cline, Adam F. Goldberg
Musik: Mark Mothersbaugh
Darsteller: Jay Baruchel, Dan Fogler, Sam Huntington, Chris Marquette, Kristen Bell

Bewertung

Bewertung_7

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