23rd Apr2012

Don’t Be Afraid of the Dark (2010) | Filmkritik

von

Don't Be Afraid of the Dark

In dem gespenstlischen Anwesen Blackwood Manor ruft der sonderbare Tiermaler Lord Blackwood seine Haushälterin in den Keller. Doch seine Absichten sind ebenso dunkel wie die finstere Nacht. Nachdem er sie getötet hat, entfernt er ihre Zähne und bietet sie geheimnisvollen Wesen im Tausch gegen seinen Sohn an.

Doch sein Angebot wird nicht angenommen, denn die schattenartigen Figuren fordern Kinderzähne. Als Lord Blackwood ihren Wunsch nicht erfüllen kann, wird auch er in die finstere Dunkelheit gezogen.

Die Zeit vergeht und eines Tages bezieht die 8-jährige Sally Hurst (Bailee Madison) zusammen mit mit ihrem Vater Alex (Guy Pearce) und seiner Freundin Kim (Katie Holmes), welche gemeinsam an der Wiederherstellung von Blackwood Manor arbeiten, das imposante Gebäude.

Als Sally ihr neues Heim unter die Lupe nimmt und durch die Räume und Gärten streift, stößt sie auf den Eingang zum alten Keller von Lord Blackwood. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit auch die Wesen weckt, welche in den Tiefen des Hauses schlummern und nun zurück an die Oberfläche kehren wollen.

Don’t Be Afraid of the Dark beginnt zunächst mit den typischen Elementen eines gruseligen Fantasiefilms. Wir haben ein schauriges Anwesen, das mit einem alten Fluch belegt ist, ein zurückgezogenes Mädchen, welches dank ihrer Neugier die Geschichte eröffnet und einige schattenartige Wesen, die mit ihren Klauen und Zähnen für eine Menge Schrecken sorgen.

Leider nutzt der Film von Troy Nixey, der mit diesem Film sein Regiedebüt gab, das Potenzial nicht aus und macht einige entscheidende Fehler. Dazu jedoch später. Ein durchgehend positiver Punkt des Films ist seine Besetzung. Nicht nur der talentierte Guy Pearce als Vater oder Katie Holmes als dessen Freundin können die Atmosphäre des Films unterstützen, auch das junge Talent Bailee Madison, bekannt aus den Filmen Brücke nach Terabithia und Meine erfundene Frau, weiß zu überzeugen. Ihre Leistung sorgt für die größte Überraschung des Films und ihre glaubhafte Performance anzusehen macht einfach Spaß.

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Wir haben also geeignete Schauspieler und ein aufregendes Setting. Trotzdem schafft es Don’t Be Afraid of the Dark nicht diese Elemente auszuschöpfen. Dabei beginnt alles recht vielversprechend – bis zu einem entscheidenden Punkt. Während der Zuschauer sich die schreckenerregenden und finsteren Geschöpfe ausmalt und diese in Blackwood Manor umherziehen lässt, präsentiert uns Regisseur Troy Nixey bereits nach relativ kurzer Zeit das wahre Aussehen dieser dunklen Kreatueren. Mit einem Schlag ist die gesamte Spannung wie weggewischt und fortan beobachtet man nur noch ein liebloses Treiben ohne jeglichen Nervenkitzel.

Anstatt der Fantasie des Zuschauers die Gestalt und Mysterien der Kreaturen zu überlassen, raubt der Film einem diese Gelegenheit und präsentiert uns rattenartige Wesen. Diese durchaus gut animierten Figuren können mit ihren Messern und Scheren aber nur für unbedeutende Gruselmomente sorgen. Die zu Beginn aufgebaute Atmosphäre der verträumten Gänge und Irrgärten des Hauses, der großen Hallen und Räume, sowie der Isolation der Hauptdarstellerin Sally bricht mit der Darstellung der dunklen Kreaturen völlig in sich zusammen.

Da hilft leider auch das Mitwirken von Guillermo del Toro nicht, der unter anderem am Drehbuch mitschrieb und dessen fantasievolle Handschrift immer wieder zum Vorschein kommt. Don’t Be Afraid of the Dark ist letztendlich eine solide Mischung aus Fantasy und Horror, welche aber nur einigen Kindern Angst vor dunklen Kellern bereiten wird.

Cast & Crew

Regie: Troy Nixey
Drehbuch: Guillermo del Toro, Matthew Robbins
Musik: Marco Beltrami, Buck Sanders
Schauspieler: Bailee Madison, Katie Holmes, Guy Pearce, Jack Thompson

Bewertung

Bewertung_5

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