90s Kids Podcast 2025

#121 Sam Neill – Jurassic Park, Merlin und die dunklen Seiten der 90er | 90s Kids Podcast

"Event Horizon", "Die Mächte des Wahnsinns" und mehr

von Markus Grunwald

Es gibt Schauspieler, bei denen man erst im Rückblick feststellt, wie viele Filme und Serien man eigentlich mit ihnen gesehen hat. Sam Neill gehört definitiv dazu. Für viele von uns ist er natürlich untrennbar mit Dr. Alan Grant aus Jurassic Park verbunden. Doch seine Karriere bestand aus weit mehr als Dinosauriern.

Die Anfänge von Sam Neill

Am 13. Juli 2026 ist Sam Neill im Alter von 78 Jahren in Sydney im Kreis seiner Familie gestorben. Seine Angehörigen bezeichneten seinen Tod als plötzlich und unerwartet. Wenige Monate zuvor hatte Neill öffentlich erklärt, krebsfrei zu sein. Für uns ist das Anlass genug, in Folge 121 von 90s Kids – Durchgezappt statt Streaming-App noch einmal auf seine Karriere zurückzublicken und uns einige seiner wichtigsten und vielleicht auch unterschätzten Rollen anzuschauen.

Der große Durchbruch: Jurassic Park

1993 kam die Rolle, mit der ihn ein weltweites Publikum kennenlernte: Dr. Alan Grant in Jurassic Park. Steven Spielbergs Dinosaurier-Klassiker machte Neill zum Star und gab ihm eine Figur, die zunächst alles andere als ein klassischer Actionheld ist. Grant ist Wissenschaftler, liebt Dinosaurier und wirkt eher zurückhaltend. Und dann steht dieser Mann plötzlich mitten in einem Park voller genetisch wiederbelebter Dinosaurier.

Der Moment, in dem Alan Grant erstmals einen lebenden Dinosaurier sieht, gehört bis heute zu den ikonischsten Szenen des Films. Neill kehrte später zweimal in die Rolle zurück: 2001 für Jurassic Park III und 2022 für Jurassic World: Ein neues Zeitalter.

Und genau hier wollen wir natürlich auch darüber sprechen, was Jurassic Park für uns als 90s Kids eigentlich bedeutet: die Dinosaurier, die Effekte, das Merchandise, die Musik und dieses unglaubliche Gefühl, als Kind zum ersten Mal einen T-Rex auf der großen Leinwand zu sehen.

Wie bei unseren bisherigen Schauspieler-Folgen bringt diesmal natürlich wieder jeder von uns einen persönlichen Film mit.

Drei Filme, drei völlig unterschiedliche Sam-Neill-Seiten

Bei Merlin erleben wir Sam Neill als titelgebenden Zauberer. Die vierstündige NBC-Miniserie von 1998 erzählt die Artus-Sage aus Merlins Perspektive und versammelt eine beeindruckende Besetzung, darunter Helena Bonham Carter, Martin Short, Miranda Richardson und Isabella Rossellini.

Neill erhielt für seine Darstellung von Merlin sogar eine Primetime-Emmy-Nominierung als Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Special. Für uns natürlich ein perfekter Kandidat für eine nostalgische Reise zurück in die Fantasy-TV-Welt der 90er.

1997 wurde es dagegen richtig düster. In Event Horizon – Am Rande des Universums spielt Sam Neill Dr. William Weir, einen Wissenschaftler, der mit dem mysteriösen Raumschiff Event Horizon verbunden ist. An seiner Seite ist unter anderem Laurence Fishburne zu sehen. Regie führte Paul W. S. Anderson. Der Film wurde bei seinem Erscheinen nicht zum riesigen Erfolg, entwickelte sich aber im Laufe der Jahre zu einem viel diskutierten Science-Fiction-Horrorfilm.

Auch Neill selbst sprach später über den Film und bezeichnete ihn als außergewöhnlich prägend – unter anderem wegen seiner düsteren Atmosphäre.

Und noch ein Film, der perfekt zu Sam Neills düsterer Seite passt: John Carpenters Die Mächte des Wahnsinns von 1994. Neill spielt den Privatdetektiv John Trent, der das Verschwinden des erfolgreichen Horrorautors Sutter Cane untersucht. Schon bald verschwimmen Realität und Fiktion immer stärker.

Damit treffen in unserer Folge gleich drei sehr unterschiedliche Facetten des Schauspielers aufeinander: Fantasy, Science-Fiction-Horror und klassischer Spielberg-Blockbuster.

Sam Neill als Dr. Alan Grant – und was danach kam

Nach Jurassic Park blieb Neill keineswegs auf den großen Blockbuster beschränkt. Im Gegenteil: Gerade seine Filmografie nach 2000 zeigt, wie vielseitig er weiterhin unterwegs war.

Natürlich kehrte er zunächst als Alan Grant für Jurassic Park III zurück. Später folgten ganz unterschiedliche Projekte, darunter Daybreakers, The Hunter und der neuseeländische Überraschungserfolg Wo die wilden Menschen jagen.

Auch im Fernsehen war Neill regelmäßig präsent. Eine besonders bekannte Rolle übernahm er als Major Chester Campbell in Peaky Blinders – Gangs of Birmingham. Dazu kamen Auftritte in Produktionen wie Die Tudors, Alcatraz und weiteren internationalen Film- und Serienprojekten.

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