26th Sep2017

Trolls (2016) | Filmkritik

von MaryChloe

Trolls

Wer kennt sie nicht, die ikonisch bunten Trolls mit neonfarbigen, abstehenden Haaren, die vor allem als Sammlerstücke Beliebtheit genießen. Im vergangenen Jahr hat die berühmte Spielzeugreihe der Troll Dolls von DreamWorks einen eigenen Animationsfilm bekommen, der nun auch auf DVD und Blu-ray erschienen ist.

trolls_1 Die Trolls sind ein Volk von kleinen Wesen, das die ganze Zeit kuschelt, singt und tanzt – und bei alldem wahnsinnig glücklich ist. Das Volk der Bergen ist das blanke Gegenteil, sie sind viel größer und immer unglücklich. Da sie nur glücklich werden können, wenn sie einen Troll essen, haben sie einen Tag im Jahr zum Trollstag ernannt. Dann kommen alle Bergen zum Trollsbaum und essen einen Troll. Als der kleine Prinz Gristle jedoch den Babytroll Prinzessin Poppy (deutsche Stimme: Lena Meyer-Landrut) essen will, fliehen die Trolls angeführt von König Peppy (deutsche Stimme: Helmut Gauß) durch einen Fluchttunnel ins Unbekannte.

Zwanzig Jahre später haben sich die Trolls ein neues Leben aufgebaut und die pinke Poppy ist der Star, der ständig am Singen und Tanzen ist. Nur Troll Branch (deutsche Stimme: Mark Forster) ist grau und mies gelaunt. Als er seine Gruppe warnt, dass eine laute und bunte Party die Aufmerksamkeit der Bergen erregen könnte, wird er nicht ernst genommen. Und prompt stehen die Bergen vor der Tür und entführen Poppys Freunde Creek, DJ Suki, Biggie, Satin und Seide, Guy Diamond und Smidge. Daraufhin bringt die Prinzessin die restlichen Trolls in Sicherheit und macht sich gemeinsam mit Branch, den sie eigentlich nicht ausstehen kann, auf den Weg ihre Freunde zu retten.

Da bereits Barbie und G.I. Joe ausreichend Potenzial besaßen, abendfüllende Filme zu gestalten, war es nur eine Frage der Zeit, bis die süßen Spielzeugfiguren mit den langen, bunten Haaren auf der Kinoleinwand zum Leben erwachen.

trolls_2 Der dänische Fischer und Holzschnitzer Thomas Dam (1915–1989) ist der Erfinder der in Deutschland als Zaubertrolle bekannten Figuren, die er zu Beginn als Glücksbringer aus Holz und mit Schafwoll-Haaren schnitzte. In den 1960er Jahren gelangten die Troll Dolls in die USA und stiegen dort aus Plastik produziert schnell zu einem der beliebtesten Spielzeuge schlechthin auf. Ihre Beliebtheit dauerte bis in die 1990er Jahre an. Im April 2013 erwarb DreamWorks Chef Jeffrey Katzenberg die Rechte an den Trolls und nach einigen Unstimmigkeiten, wer die Regie übernehmen sollte, fand sich Mike Mitchell (Alvin und die Chipmunks 3, Für immer Shrek), der den Stoff als musikalische Komödie neu erfinden wollte.

Songs mit Gute-Laune-Faktor präsentiert das animierte Abenteuer am laufenden Band, denn als Spezialisten für Fröhlichkeit haben die Trolle immer ein Lied parat. Die weibliche Hauptfigur Poppy lässt keine Gelegenheit aus zu singen – auch in den unpassendsten Momenten. Die Musikauswahl ist hierbei herrlich erfrischend, sie besteht aus extra für den Film geschriebenen Liedern und Klassikern, die sich als ziemliche Ohrwürmer entpuppen.

Auch wenn in der deutschen Synchronfassung einige Lieder wie z. B. „True Colors“ sehr frei übersetzt sind, ertappt man sich doch hier und da beim Mitwippen. Die Mischung aus Klassikern und dessen Abwandlungen ist auf jeden Fall ein Argument, sich den Film auch als Erwachsener anzuschauen. Neben Justin Timberlakes „Can’t Stop the Feeling!“ steuern auch Gwen Stefani, Ariana Grande und andere große Stars fetzige Melodien zum Filmerlebnis bei.

Farblich gesehen ist Trolls eine Explosion für die Augen. Wer sich erst einmal an die knallbunten Farben gewöhnt hat, wird erschlagen von der zuckersüßen Welt aus Filz und Plüsch und Glitzerdetails. Vermeintlich normale Alltagsgegenstände, die sich auf einmal in kuriose Wattemonster verwandeln, verleihen der kuschelig gestalteten Fantasiewelt zusätzliche Überraschungsmomente.

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Sobald man sich den Zucker aus den Augen gerieben hat und auf den Inhalt von Trolls konzentriert, merkt man jedoch schnell, dass die Handlung nicht so richtig in Schwung kommt. Auch wenn die Darstellung der Trolle und ihrer Welt äußerst süß ist und der Kontrast von Poppys und Branchs Charakteren den Zuschauer mit ein paar peppigen Dialogwitzen unterhält, so bleibt die Spannung bei allen Gesangseinlagen oft auf der Strecke.

So düster und bedrohlich die Situation für die kleinen Trolle scheint, so glaubt man sie nie wirklich in Gefahr. Hier und da eine Pause vom ständigen Gesang und der übertrieben Fröhlichkeit, die sich für den einen oder anderen Zuschauer sicherlich an der Grenze des Erträglichen bewegt, hätten dem Film rein inhaltlich mehr Pepp verliehen. An emotionaler Tiefe haben die Macher ebenfalls gespart, denn bis auf Branch, dessen Figur über ein paar mehr Gefühle als grenzenlose Glückseligkeit verfügt, sind die restlichen Trolle überwiegend austauschbar.

Zum Ende hin ist die Botschaft des Films dann doch sehr simpel gestrickt. Dennoch steckt in Mark Mitchells Verfilmung der Spielzeugreihe mit seiner farbenfrohen Gestaltung, der kreativen Musikuntermalung und dem 60er-70er-Discoära-Stil ohne Zweifel viel Liebe. Zusammengefasst ist Trolls ein optischer Knaller mit einem fetzigen Soundtrack, der mit zuckersüßen Details um sich wirft, um so (zeitweise sogar recht erfolgreich) von der eher spannungsarmen Handlung abzulenken.

Lohnenswert ist ebenfalls ein Blick in das DVD Bonus-Material. Auf der „Reise durch die Welt der Trolls“ stellt ein Sprecher den Zuschauern die Trollwelt und deren Charaktere mit speziellen Eigenschaften und Talenten näher vor. Zudem gibt es entfallene Szenen, eine Einführung in die Stop-Motion-Technik sowie ausführliche Kommentare zum Szenenbild.

Trailer

Cast & Crew

Regie: Mike Mitchell
Drehbuch: Jonathan Aibel, Glenn Berger
Musik: Christophe Beck
Stimmen: Anna Kendrick, Justin Timberlake, Zooey Deschanel, Russell Brand, James Corden, Gwen Stefani
Deutsche Stimmen: Lena Meyer-Landrut, Mark Forster, Friederike Walke, Nic Romm, Kerstin Sanders-Dornseif

Bewertung

Bewertung7

10th Jul2017

Die Verführten (2017) | Filmkritik

von MaryChloe

Die Verführten

Ein Mädcheninternat im Amerikanischen Bürgerkrieg, sieben Frauen und ein feindlicher Soldat mit einer Menge Sexappeal – das schreit nach Ärger. Sofia Coppola bringt mit Die Verführten, dem Remake des Klassikers Betrogen mit Clint Eastwood aus dem Jahr 1971, die gefährliche Geschichte von Verlangen und Betrug erneut auf die Kinoleinwand.

dieverfuehrten_1 Die Handlung spiel in Virginia im Jahre 1864: Seit drei Jahren tobt der Amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten und wendet sich langsam zugunsten des Nordens. Im Mädcheninternat von Schulleiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman), einem verwitterten Landhaus inmitten eines Gartens, sind mittlerweile nur noch fünf Schülerinnen verblieben: Alicia (Elle Fanning), die älteste und Rebellischste unter ihnen, Amy (Oona Laurence), Jane (Angourie Rice), Marie (Addison Riecke) und Emily (Emma Howard). Von Miss Farnsworth und der einzigen Lehrerin Edwina Dabney (Kirsten Dunst) unterrichtet, führen die Mädchen ein ruhiges und wenig spektakuläres Leben.

Als die zwölfjährige Amy beim Pilze sammeln einen schwerverletzten Mann findet und ihn in das Internat bringt, ist es um den Frieden im Haus geschehen. Der Mann ist der Nordstaaten-Offizier John McBurney (Colin Farrell). Zwar will Miss Martha nichts mit verfeindeten Soldaten zu tun haben, dennoch entscheidet sie sich, ihn erst einmal gesund zu pflegen. Schnell stellt sich heraus, dass sich alle Frauen zu John hingezogen fühlen. Das behütete Leben im Pensionat gerät durch seine Anwesenheit mächtig durcheinander, denn auch ihm geht es nicht anders, nur vermag er sich nicht so ganz für eine der Frauen entscheiden.

dieverfuehrten_2 Anders als die Soldaten, die ab und zu am Gartentor des Pensionats auftauchen, um nach dem Rechten zu sehen und den Frauen ihre Hilfe anzubieten, geht von John ein ganz besonderer Reiz aus – das Verbotene, nicht Gekannte erhielt Einzug ins Haus, in dem die Frauen bisher abgeschottet von den Grausamkeiten des Krieges lebten. Aus christlicher Barmherzigkeit gestattet Miss Martha seine Aufnahme und übernimmt die Behandlung seiner Beinverletzung.

Als sie seinen ansehnlichen Oberkörper abtupft und ihr ein erster schwerer Seufzer entfährt, ist ihre Lust geweckt und die von Edwina und Alicia folgt. Abwechselnd statten sie dem Verwundeten in seinem Krankenzimmer Besuche ab und John ist sich sehr bewusst, dass er durch seine Zuneigung zu jeder Einzelnen einen Wettkampf um seine Gunst entfacht.

Die Verführten ist die Neuverfilmung des Stoffes, der ursprünglich dem Roman A Painted Devil von Thomas P. Cullinan entstammt und 1971 bereits von Regisseur Don Siegel (Dirty Harry) unter dem Titel Betrogen verfilmt wurde.

Seine Premiere hatte Die Verführten auf den 70. Filmfestspielen in Cannes 2017, wo er im offiziellen Wettbewerb um den Preis der goldenen Palme aufgeführt wurde und wieder einmal zeigt, dass Oscar Preisträgerin Sofia Coppola den Einsatz filmischer Stilmittel wie keine andere beherrscht. Mit den von Kameramann Philippe Le Sour (The Grandmaster) eingefangenen Bildern des bedrohlichen Waldes und des geisterhaften Internats gepaart mit wunderschönen Kostümen und sehnsuchtsvollen Blicken der Frauen kreiert sie einen Film, der den Zuschauer allein optisch in seinen Bann zieht.

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Trotz optischer Opulenz fehlt es dem Film, so wie vielen Vertretern von Sofia Coppola, an Erzähltempo. Denn der männliche Protagonist ist hier keinesfalls der verwegene und intrigante Macho Clint Eastwood, der die Frauen in Betrogen bewusst ausnutzt und gegeneinander ausspielt. Colin Farrell wird hier schnell die Rolle des devoten Schönling zuteil, welcher der Macht der Frauen hoffnungslos unterlegen ist. Von Beginn an ist er angewiesen auf das Wohlwollen Miss Marthas. Und gerade sie fällt folgenreiche Entscheidungen, die schließlich in einer Eskalation enden, gepaart mit jeder Menge schwarzem Humor.

Sofia Coppola nimmt der männlichen Hauptperson die ursprünglich vorgesehene Dominanz und ersetzt diese durch geballte Frauenpower. Damit reiht sich Die Verführten wunderbar in ihr Gesamtwerk ein, das die weiblichen Heldinnen in den Vordergrund stellt und die männlichen Vertreter zu kleinlauten Wichten schrumpfen lässt. Hier liefert Coppola, die für Lost In Translation mit dem Drehbuch-Oscar ausgezeichnet wurde, ein zeitgemäßes feministisches Pendant zum chauvinistischen Kino aus den 1970er Jahren.

Mit einem exzellent besetzten Cast präsentiert sie verschiedene Facetten des Begehrens. Zu sehen ist erneut Kirsten Dunsts, die 1999 bereits die Lux in The Virgin Suicides sowie 2006 die kindliche Königin in Marie Antoinette spielte. Ebenso wie Elle Fanning verleiht sie ihrem Charakter eine gekonnte Spannung zwischen Sehnsucht, Überlegenheit und Sinnlichkeit. Nicole Kidman mimt die Vernunft, die stets versucht den kühlen Kopf zu bewahren, trotz aufkeimender Lust.

Die Verführten ist ein Film über Verlangen und Macht, der zwar langsam in Fahrt kommt, aber optisch beeindruckt sowie schlussendlich mit rabenschwarzem Humor und Frauenpower punktet, die den männliche Protagonisten zum „Verführten machen“.

Trailer

Cast & Crew

Regie: Sofia Coppola
Drehbuch: Sofia Coppola
Musik: Phoenix
Darsteller: Colin Farrell, Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning, Angourie Rice, Oona Laurence

Bewertung

Bewertung8

03rd Jul2017

Lazer Team (2015) | Filmkritik

von MaryChloe

Lazer Team

Die Existenz der Erde wird von Außerirdischen bedroht und das Schicksal der Menschheit liegt in den Händen von vier liebenswürdigen, aber äußerst verpeilten Kleinstädtern? Der Plot von Lazer Team lässt ein dumpfes Trash-Abenteuer mit flachen Witzen und mäßigen Special Effects erahnen.

lazerteam_1 Doch die Science-Fiction-Komödie von Regisseur, Produzent und Autor Matt Hullum hat einen enormen Vorteil: Lazer Team ist mittels Crowdfunding finanziert worden. Die Macher des erfolgreichen YouTube-Kanals „Rooster Teeth“ wollten sich irgendwann nicht mehr allein mit ihrer Web-Serie „Red Vs. Blue“ und den üblichen Live-Action-Kurzfilmen zufriedengeben und starteten mit Lazer Team und über 2,4 Millionen US-Dollar das bis jetzt erfolgreichste Filmprojekt auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo.

Seine Premiere feierte der Film im Herbst 2015 auf dem Fantastic Fest in Austin, Texas und ist Anfang 2016 in den USA und Großbritannien erschienen. Nun beamten sich die vier Lazer-Helden nach Deutschland und sind seit April 2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Die Geschichte von Lazer Team beginnt in den 1970ern, als ein Programm der US-Regierung zur Suche nach außerirdischem Leben auf ein einmaliges Signal aus den Tiefen des Alls trifft. Freundlich gesinnte Aliens senden der Erdbevölkerung eine Botschaft, dass diese sich auf eine Bedrohung von außerhalb der Erde gefasst machen müsse. Um die gesamte Menschheit vor herannahenden Alien-Superschurken zu retten, stellen die Außerirdischen der Regierung einen Kampfanzug mit Superkräften zur Verfügung. Dieser soll zu gegebener Zeit per UFO einem Soldaten zugestellt werden, der von Kindesbeinen an darauf vorbereitet wurde, die Welt vor den Invasoren zu retten.

lazerteam_2 Dumm nur, dass dieses UFO Jahre später abstürzt und der Superanzug vier völlig unfähigen Losern in die Hände fällt: Dem Verkehrspolizisten Anthony Hagen (Burnie Burns), dem Quarterback Zach Spencer (Michael Jones) sowie den zwei Tagträumern Woody Johnson (Gavin Free) und Herman Mendoza (Colton Dunn). Zu allem Überfluss bindet sich der Anzug genetisch an die vier und jeder von ihnen ist mit jeweils einer Superkraft des Anzugs ausgestattet. Nun muss das Team in Rekordzeit lernen, seine Fähigkeit im Kampf gegen die angriffslustigen Außerirdischen einzusetzen, möglichst ohne dabei jemanden umzubringen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn der Feind lässt nicht lange auf sich warten.

Das Lebensziel des Kriegers Adam (Alan Ritchson), der für den Anzug und die Rettung der Welt trainiert wurde, ist nun durch vier wenig kampftaugliche Chaoten zerstört und jetzt darf er sie auch noch ausbilden. Doch als der Feind auf der Erde landet und beginnt, menschliche Körper zu besetzen und als Waffe gegen die Erdbewohner zu verwenden, ist vor allem Teamarbeit gefragt.

Die Story von Autor Burnie Burns, der ebenfalls die Hauptrolle des Hagan spielt, bietet gleichermaßen Potenzial für gelungene Lacher sowie klatschende Hände gegen die Stirn. Als wären vier völlig talentfreie Chaoten mit plötzlichen Superkräften nicht genug, stattet man diese obendrein mit lächerlichen Glitzeranzügen aus. Zudem strapazieren die vier Mitglieder des selbsternannten Lazer Teams auch immer wieder die Nerven des Militärs und haben auch untereinander so einige Missverständnisse zu bewältigen. Dem überwiegend unbekannten, aber motivierten Cast schaut man gern dabei zu, wie sie von einem Fettnäpfchen ins nächste treten.

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Natürlich kann sich Lazer Team aufgrund seines geringen Budgets und seiner mangelnden Star-Power nicht mit Science-Fiction-Größen wie Paul (2011) oder Guardians of the Galaxy (2014) messen. Neben einigen YouTube-Bekanntheiten aus dem Kreis der Rooster Teeth-Truppe wie Darsteller Michael Jones ist Darsteller Alan Ritchson (Die Tribute von Panem: Catching Fire) den Zuschauern noch am ehesten ein Begriff.

Trotzdem wird einem als Zuschauer bewusst, dass die Filmmacher viel Herzblut und liebevolle Ideen in Lazer Team fließen lassen haben. Witzige Anspielungen und Zitate auf und aus Ghostbusters sowie Star Wars und einige doch sehr gelungene Gags machen das Gesamtwerk durchaus sympathisch und stimmig. Somit verzeiht man gern, dass sich auch hier einige bekannte Klischees wiederfinden, so wie die der früheren Loser, die auf einmal ernst genommen werden, aber dennoch nicht auf Fäkalwitze verzichten können und so manchen Dialog zum Fremdschämen liefern.

Die knapp neun Millionen Abonnenten des YouTube-Kanals Rooster Teeth werden hier garantiert auf ihre Kosten kommen und auch Genre-Fans und Neulinge kann das Spielfilmdebüt durchaus amüsieren. Ein ordentlicher Cliffhanger am Schluss verlangt außerdem nach einer Fortsetzung. Und im Gegensatz zu vielen anderen Low-Budget-Filmen wird dieses Sequel tatsächlich produziert, Lazer Team 2 soll Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden.

Der Crowdfunding-Hit bietet nette Trash-Unterhaltung mit soliden Special Effects und zeigt auf kurzweilige und amüsante Weise, was passiert, wenn vier liebenswürdige Vollidioten in engen Neoprenanzügen die Welt retten sollen. Hohe Kinokunst sollte man nicht erwarten, aber dafür einen unterhaltsamen, etwas überspitzten und letztlich ziemlich kultigen Film – genau das, was die Filmemacher schaffen wollten.

Cast & Crew

Regie: Matt Hullum
Drehbuch: Burnie Burns, Chris Demarais, Josh Flanagan, Matt Hullum
Musik: Jeff Williams
Darsteller: Burnie Burns, Michael Jones, Colton Dunn, Allie DeBerry, Alan Ritchson, Steve Shearer, Kirk Johnson, Benjamin Scott, Johnny Walter, Chris Demarais, Jeremy St. James

Bewertung

Bewertung7

31st Okt2016

Doctor Strange (2016) | Filmkritik

von MaryChloe

Doctor Strange

1963 tauchte Doctor Strange, der Meister der mythischen Künste, ausgestattet mit sensationellen magischen Fähigkeiten erstmals in einem Comic von Marvel auf und zieht nun endlich in die Kinosäle der Welt ein.

doctorstrange_1 Doctor Strange ist der insgesamt 14. Film und der zweite von neun Filmen der 3. Phase von „Marvel´s Cinematic Universe“, innerhalb der die Studios über die nächsten drei Jahre sowohl neue Helden etablieren als auch die Abenteuer bereits bekannter Charaktere weiterführen werden.

Erzählt wird die Geschichte des weltberühmten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch), der arrogant und eigen ist und den Luxus liebt. Dessen Leben ändert sich jedoch schlagartig, als er nach einem schweren Autounfall seine Hände nicht mehr benutzen kann. Nachdem er sein ganzes Vermögen in alternative Behandlungsmethoden investiert hat, muss er sich eingestehen, dass ihm die klassische Medizin nicht weiterhelfen kann. Erst die Begegnung mit einem ehemals irreparabel gelähmten Patienten, der nach Jahren auf wundersame Weise wieder laufen kann, wird er zur Heilung an einen ungewöhnlichen Ort verwiesen – dem geheimnisvollen Kamar-Taj in Nepal.

Dort angekommen merkt er schnell, dass es sich nicht nur um ein Heilungszentrum handelt, sondern hier der Kampf gegen dunkle Mächte gefochten wird, die unsere bekannte Realität zerstören möchten. Als Skeptiker und Materialist sträubt er sich zunächst, Magie und Mystizismus zu akzeptieren. Um als Schüler der Ältesten (Tilda Swinton) und ihrer Gemeinschaft aufgenommen zu werden, muss er seinen Verstand jedoch für die Möglichkeit öffnen, dass es in unserer Welt mehr gibt als das Auge sieht.

Schon bald steht er vor der größten Herausforderung seines Lebens, da Ex-Schüler Kaecilius (Mads Mikkelsen) danach trachtet, unsere Dimension an ein extradimensionales Monster auszuliefern. Ausgestattet mit neuerworbenen magischen Fähigkeiten steht Dr. Strange vor einer schweren Entscheidung: Kehrt er in sein altes Leben als angesehener Arzt und zu seiner Freundin (Rachel McAdams) zurück oder gibt er dieses auf, um als mächtigster Magier aller Zeiten die Welt zu retten?

doctorstrange_2 Betrachtet man allein den Plot des Film, erscheint dieser doch recht bekannt und eindimensional: Ein Eigenbrötler befindet sich in einer Krise, vollzieht eine Wandlung und stellt sich am Ende einem Kampf um Leben und Tod. Marvel-Fans wissen was sie erwartet und bekommen genau das geliefert – eine vorhersehbare Story, hier und da ein reißender Gag und aufwendige Actionszenen. Ausbrüche oder Unerwartetes traut sich auch dieser Marvel-Streifen nicht.

Mit der durchweg hochkarätigen Besetzung wurden ebenfalls keine Risiken eingegangen. So finden wir einen glänzenden Benedict Cumberbatch (Star Treck Into Darkness) in Hauptrolle des Dr. Strange, der durch seine Titelrolle in der BBC-Serie Sherlock bereits Kultstatus erreichte. Zuletzt wurde er für seine Performance in dem Biopic The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben für zahlreiche Filmpreise, u. a. dem Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.

Auch die Besetzung der Nebenrollen lässt keine Wünsche offen. So spielen an Cumberbatchs Seite der Oscar-nominierte Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave) den Gelehrten Mordo sowie Rachel McAdams (Southpaw) die Traumachirurgin und Freundin von Strange, Dr. Christina Palmer.

doctorstrange_3 Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton (Grand Budapest Hotel) wirkt als rätselhafte Älteste ohne Haare und mit Dauer-Pokerface wie eine Frau, die nicht von dieser Welt ist. Der dänische Ausnahmeschauspieler Mads Mikkelsen (Casino Royale, Hannibal) übernimmt die Rolle des Antagonisten Kaecilius, einem einstigen Schüler der Ältesten, der sich den dunklen Mächten zuwendete und die Welt, wie wir sie kennen, bedroht. Seine Performance geht hinter dem grandiosen Schauspiel von Cumberbatch leider etwas unter. Seine Handlungen lassen ihn als Bösewicht sehr beschränkt und einfältig wirken. Benedict Wong (Marco Polo) als Wächter der geheimnisvollen Bibliothek sorgt hingegen für die besten Lachmomente im Film.

Regisseur Scott Derrickson (Sinister, Der Exorzismus von Emily Rose) zählt als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent zu den treibenden Kräften des erfolgreichen Horrorfilms. Seine Geschichten sind in den unterschiedlichsten Genres angesiedelt. In Doctor Strange bringt er seinen Blick und sein Gespür für das Paranormale und Übernatürliche ein und schafft ein Reich der Magie, in dem es um Parallelwelten, Zeitreisen, Dekonstruktion und Rekonstruktion geht.

Ihm stand ein Marvel-erfahrenes Team zur Seite, darunter Kameramann Ben Davis (Guardians of the Galaxy), Set Designer Charles Wood Cutter (Guardians of the Galaxy), Kostümdesignerin Alexandra Byrne (Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron), Wyatt Smith (Thor – The Dark Kingdom) und Visual Effects Supervisor Stephane Ceretti (Guardians of the Galaxy).

Seinen Film gestaltete Derrickson visuell üppig und recht düster. Während die Protagonisten um das bestehen unserer Realität Kämpfe ausfechten, biegen sich Häuserfassaden im Stile von Nolans Inception, ganze Straßenzüge verschmelzen ineinander, der Horizont dreht und wendet sich. Die für uns reale Welt scheint allmählich zu zerfallen, das Geschehen zwingt uns unsere eigenen Grenzen zu überwinden, über unseren Verstand hinaus Dimensionen zu akzeptieren. Eine surreale Bilderflut von sich ineinander verlaufenden Formen und Farben sorgen für ein gelungenes 3D-Erlebnis.

Unter der Regie von Derrickson wurde an Originalschauplätzen rund um die Welt gedreht: London, New York, Hong Kong und Kathmandu in Nepal. Die bekannten Settings lassen den Zuschauer mit einem Fuß in der realen Welt, während sich die Filmfiguren von einer Realität in die andere bewegen und mehrere Dimensionen durchschreiten. Doch statt der Entwicklung der Darsteller mehr Raum zu schenken, setzen die Filmmacher von Doctor Strange auf opulente Bilder, die in 3D ihre Wirkung nicht verfehlen. Umso weniger Zeit bleibt für die Story an sich, die Heldenreise des Dr. Strange kommt mehr als zu kurz, da sie der einen oder anderen Kampfszene weichen muss.

Der neue Filmbeitrag im Marvel-Universum bietet ohne Zweifel innovative 3D-Action-Szenen, kluge Dialoge von herausragenden Darstellern und witzige Gags. Marvel-Fans kommen auf jeden Fall auf Ihre Kosten. Freunde von unerwarteten Wendungen und Überraschungsmomenten warten jedoch vergeblich und sind mit Inception besser bedient.

Cast & Crew

Regie: Scott Derrickson
Drehbuch: Jon Spaihts, Scott Derrickson, C. Robert Cargill
Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Benedict Wong, Michael Stuhlbarg, Benjamin Bratt, Scott Adkins, Mads Mikkelsen, Tilda Swinton

Bewertung

Bewertung_6

16th Okt2016

Arrested Development S01 | Serienkritik

von MaryChloe

Arrested Development

Arrested Development wirft seine Zuschauer hinein in das Familienchaos der Bluths und erzählt von einer „wohlhabenden Familie, die alles verloren hat, und über einen Sohn, der nicht anders konnte, als sie alle zusammenzuhalten“ (Ansage aus dem Vorspann).

arresteddevelopment_1 Der Protagonist der Serie ist Michael Bluth, gespielt von Jason Bateman (Kill the Boss, Wie ausgewechselt). Nachdem sein Vater, der Bauunternehmer George Bluth (Jeffrey Tambor), aufgrund dubioser Geschäfte im Gefängnis landet, findet sich der Rest der Familie plötzlich mittellos und ungewohnt nah zusammen. Michael versucht die Immobilienfirma Bluth vor dem Ruin zu bewahren und den Rest der Familie vor sich selbst zu schützen. Seine selbstverliebte, weltfremde Familie macht ihm diese Aufgabe jedoch alles andere als leicht.

Schnell verliert Michael das Interesse daran, den Babysitter für seine Sippschaft zu spielen. Doch da sich sein Sohn George Michael (Michael Cera) nach dem Tod seiner Mutter den Kontakt zu seiner Familie wünscht und zudem heimlich in seine Cousine Maeby (Alia Shawkat) verliebt ist, zwingt sich Michael dazu, mit seiner Schwester, seinem Schwager und seiner Nichte in ein Musterhaus des Familienunternehmens zu ziehen und sich fortan alle Probleme zu eigen zu machen. So wird Michael zum moralischen Anker und selbsternannten Retter von Firma und Familie.

Die Sitcom lebt von ihren überzeichneten und skurrilen Figuren, die jedes Klischee der amerikanischen High Society erfüllt. In Arrested Development ist ein Charakter überspitzter als der andere und es trifft ausgeprägter Egoismus auf eine gute Portion Neid, Raffgier und Eitelkeit. Allen Verwandten von Michael ist gemein, dass sie im realen Leben und ohne finanzielles Futter aus der Familienkasse mehr als aufgeschmissen sind. Ehrliche Arbeit, Ehrgeiz oder Mitgefühl sind für den Großteil Fremdwörter.

arresteddevelopment_2 Während Michael Bluth als einziger verantwortungsbewusst ist und aus Gewissensgründen alles für seine Familie zu tun versucht, verfällt Mutter Lucille (Jessica Walter) ihrem Hang zum luxuriösen Leben und oft auch dem Alkohol. In ihrer Familie gilt sie als Rabenmutter und Egomanin. Der jüngste Sohn und Neurotiker Buster (Tony Hale) ist Dauerstudent und zog nie von zu Hause aus.

Michaels exzentrische Zwillingsschwester Lindsey (Portia de Rossi) vershoppt unermüdlich das nicht vorhandene Familienvermögen, während ihr Mann Tobias (David Cross), ein ehemaliger Psychiater und untalentierter Schauspieler, mit seinem Nicht-nackt-sein-Fetisch zu kämpfen hat. Der älteste Sohn und Vollzeit-Macho George „GOB“ Oscar Bluth (Will Arnett) träumt von einer Karriere als Magier, welche jedoch an seinem mangelnden Talent scheitert.

Es braucht einige Folgen, um den Humor der Macher zu verstehen, aber nicht umsonst wurde die Serie seit ihrem Start von Kritikern mehrfach gelobt und als die Rettung der Sitcom bezeichnet. Insgesamt gewann sie sechs Emmys und einen Golden Globe, mit welchem Jason Bateman 2005 als „Bester Schauspieler in einer TV-Serie” ausgezeichnet wurde.

Die meisten Gags bauen auf kleineren oder auch größeren Missverständnissen auf. Keiner der empathielosen Figuren versteht im Grunde, was die andere Person von ihr will – und die Stimme der Vernunft in Form von Michael Bluth schon gar nicht.

arresteddevelopment_3 Arrested Development präsentiert eine unvorhersehbare Mischung aus Insiderwitzen, Wortspielen, Running Gags, Anspielungen, Umdeutungen und einem mehr als eigensinnigen Humor. Einem Humor, der von einfältig-plump bis bissig-intelligent viele Facetten besitzt, aber niemals unter die Gürtellinie geht und in jeder Folge ein paar herzhafte Lacher auslösen dürfte. Doch wer zu lange lacht, verpasst womöglich die nächste Pointe oder den nächsten Wortwitz, der einer nach dem anderen hervorgeschossen kommt. Als mitunter witzigste Comedy-Figur sorgt Tobias Fünke für die meisten Running Gags, vor allem wenn seine sprachlichen Ausrutscher auf seine unterdrückte Homosexualität schließen lassen. Die Begleitung der Handlung durch Ron Howard, ebenfalls Executive Producer, führt im Original als Erzähler durch sämtliche Episoden und gibt den Begebenheiten eine extra Portion Witz und Ironie.

Michael, der zwischen Job, Dating, der Erziehung seines Söhne und seinen unkontrollierten Anwandlungen seiner Verwandten die Nerven zu behalten versucht, verfolgt allen Widerständen zum Trotz in der ersten Staffel das Ziel, seine verrückte Familie zusammenzuhalten und dafür zu sorgen, dass der führungslose Familienbetrieb nicht ganz untergeht.

Die ersten drei Staffeln der US-amerikanische Comedyserie wurden von 2003 bis 2006 im Auftrag der US-Fernsehgesellschaft Fox produziert. Der Erfinder der Serie, Mitchell Hurwitz, war als Autor und Executive Producer tätig. 2013 brachte Netflix mit der vierten Staffel von Arrested Development eine der besten und cleversten Sitcoms aller Zeiten zurück.

Episodenübersicht zu Arrested Development

Cast & Crew

Idee: Ron Howard, Mitchell Hurwitz
Darsteller: Jason Bateman, Portia de Rossi, Will Arnett, Tony Hale, David Cross, Michael Cera, Alia Shawkat, Jeffrey Tambor, Jessica Walter
Erzähler: Ron Howard
Länge pro Episode: ca. 21 Minuten

Bewertung

Bewertung_9

03rd Sep2016

Mein ziemlich kleiner Freund (2016) | Filmkritik

von MaryChloe

Mein ziemlich kleiner Freund

Diane (Virginie Efira) ist Anwältin und Single. Eines Abends erhält sie einen unerwarteten Anruf – am anderen Ende der Leitung ist Alexandre (Jean Dujardin), ein charmanter Architekt, der von ihrem Handy aus anruft, welches sie in einem Restaurant hat liegen lassen. Nach einem kleinen Flirt am Telefon willigt Diane gern in ein Treffen zur Übergabe ein. Doch die Verabredung nimmt eine nicht erwartete Wendung: Als Diane voller Vorfreude auf Alexandre trifft, steht vor ihr ein kleinwüchsiger Mann von gerade einmal 1,36 Metern Höhe.

meinziemlichkleinerfreund_1 Nachdem dieser allerdings so unbeschwert mit seiner Größe umgeht und sie auf die verrücktesten Dates entführt, weicht bei Diane der anfängliche Schock einer großen Sympathie für diesen Mann – und auf diese Sympathie folgt Liebe. Dianes Umfeld jedoch reagiert verhalten und skeptisch auf das ungleiche Paar und Diane ist sich nicht mehr sicher, ob sie den gesellschaftlichen Konventionen entfliehen möchte. Am Ende stellt sich die Frage: Besitzt Diane die Größe, die Skepsis der Umstehenden zu ignorieren und auf ihr Herz zu hören?

Mit der Liebeskomödie Mein ziemlich kleiner Freund beweist Erfolgsregisseur Laurent Tirard zum wiederholten Mal, dass er ein Faible für zierliche Helden besitzt. Denn auf die Bestsellerverfilmung Der keine Nick (2009) und Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät (2012) folgt nun die Geschichte um Alexandre als ziemlich kleiner Freund, der sich den Hürden seiner Größe tagtäglich zu stellen hat und dennoch immer versucht, mit einem Lächeln darauf zu reagieren.

meinziemlichkleinerfreund_2 Alexandre hat Erfolg im Job, viele Freunde, ein großes Haus und einen Sohn Benji (César Domboy), zu dem er ein harmonisches Verhältnis pflegt. Nur die richtige Frau fehlt zu seinem Glück. Auch Diane hat eine weniger harmonische Ehe hinter sich, jedoch teilt sie sich ihre Kanzlei noch immer mit ihrem Exmann (Cédric Kahn) als Partner – eine Situation, die beinahe täglich zu Konflikten führt. Ein Zufall führt das ungleiche Paar zusammen und als sich der Kleinwüchsige und die schöne Anwältin Diana ineinander verlieben, läuft das Leben beider Protagonisten aus dem Ruder. Auf abenteuerliche und romantische Dates folgen die Tücken des Alltags.

Während Alexandre Diane seinem Sohn und seinen Freunden vorstellt, scheint sie Alexandre vor ihren Eltern, ihrem Freundeskreis und ihrem Ex-Mann geheim halten zu wollen. Als die Offenbarung ihrer Beziehung unausweichlich wird, trifft sie zu allem Überfluss auf Ablehnung und Unverständnis. Gemeinsam versucht sich das Paar gegen die Tücken einer Welt zu behaupten, die in viel zu herkömmlichen Dimensionen denkt. Doch bald weiß selbst Diane nicht mehr, ob sie sich von der ursprünglichen Vorstellung ihres Traummannes lossagen und langfristig zu Alexandre stehen kann.

Die Vorlage zu Mein ziemlich kleiner Freund bildet der argentinische Film Corazón de León (2013) von Marcos Carnevale. Da der Film 2013 in Argentinien ein großer Erfolg war, aber nicht im Ausland gezeigt wurde, entschieden sich Jung-Produzentin Vanessa Van Zuylen und Tirard eine europäischere Version des Themas zu drehen. Als Drehort für die Liebeskomödie diente Marseille an der französischen Côte d’Azur mit einer entsprechend sonnig-romantischen Filmkulisse.

meinziemlichkleinerfreund_3 In den Hauptrollen agieren zum einem Jean Dujardin, der für seine Darstellungen als Titelrolle des Stummfilmdramas The Artist (2011) wurde er bei den Filmfestspielen in Cannes und den Golden Globes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Zudem ist er bekannt aus den Hollywoodfilmen Filmen The Monuments Men – Ungewöhnliche Helden (2014) und The Wolf of Wall Street (2013). Die Rolle der hübschen Anwältin Diane wird von Virginie Efira übernommen. Sie spielte neben Gérard Depardieu in der Boule-Komödie Eine ganz ruhige Kugel (2013) und begeisterte das deutsche Publikum zuletzt mit dem Arthouse-Überraschungshit Birnenkuchen und Lavendel (2016).

Um die Größenunterschiede darzustellen musste das Kamera-Team um Jérome Alméras (Die süße Gier, 2013) an zahlreichen Stellen in die Trickkiste greifen. Neben oftmals von den Schultern aufwärts gefilmten Szenen übernahm ein 1,40 m kleiner Mann namens Brice das Double von Dujardin. Er ist in allen Einstellungen zu sehen, die Alexandre von hinten zeigen. Er hat außerdem viele Situationen, die im Film vorkamen, selbst erlebt. Darüber hinaus wurden nachträglich Spezialeffekte hinzugefügt, ganze Räume angehoben sowie Alexandre aus weiterer Entfernung als seine Gesprächspartner gefilmt.

Auch wenn sich die Bemühungen in den meisten Sequenzen auszahlen, fällt den Zuschauern an mancher Stelle doch auf, dass die Größenverhältnisse nicht stimmen. In einigen der nachträglich verkleinerten Szenen wirkt Dujardin eher geschrumpft und weniger wie ein realistischer Kleinwüchsiger. Im Gesamten wirft Mein ziemlich kleiner Freund aber wichtige Fragen zum Thema Anderssein in witziger Weise auf und regt dazu an, seine eigenen Perspektiven zu analysieren und zu überdenken.

Der Film trotzt an einigen Stellen etwas zu sehr mit der Romantik auf. In mehr als einer übertriebenen Szene – zum Beispiel, in denen sich Alexandre Gehör von Arbeitskollegen oder unaufmerksamen Passanten verschaffen muss, oder in denen Dianes Mutter auf ihren Schwiegersohn in spe aus Schock mit einer Geisterfahrt reagiert; bis zuletzt zu einer beinahe lebensgefährlichen Liebeserklärung – wirkt der Film ein wenig sehr klamaukartig.

Das Thema vom Gefühl zwischen Liebe und sozialem Schamgefühl dürfte dennoch ein breites Publikum ansprechen und wird von dem wunderbar harmonierenden Protagonisten-Duo glaubwürdig auf die Leinwand projiziert. Die Komödie ist bis zur 99. Minute durchaus unterhaltsam und mitreißend, wenn auch etwas vorhersehbar. Sie schreibt Witz, Romantik und Gefühl ganz groß und regt dazu an, den Menschen, die uns umgeben, stets auf gleicher Augenhöhe zu begegnen.

Trailer

Cast & Crew

Regie: Laurent Tirard
Drehbuch: Laurent Tirard, Grégoire Vigneron
Musik: Éric Neveux
Darsteller: Jean Dujardin, Virginie Efira, Cédric Kahn, Stéphanie Papanian, César Domboy, Edmonde Franchi, Manöelle Gaillard

Bewertung

Bewertung_8

17th Jun2016

The Neon Demon (2016) | Filmkritik

von MaryChloe

The Neon Demon

Den Traum vieler hübscher Mädchen, als Model Karriere zu machen, kann der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn mit seinem neuesten Werk The Neon Demon so richtig vermiesen: Allein und mit großen Träumen im Gepäck zieht die bildhübsche 16-Jährige Jesse (Elle Fanning) nach Los Angeles, um Model zu werden. Als sie bei Agenturchefin Jan (Christina Hendricks) vorspricht, wird ihr enormes Potenzial schnell erkannt.

neondemon_1 Jesse soll sich als 19-Jährige ausgeben, um an die begehrten Modeljobs zu kommen und schon bald bringt ein Shooting bei Star-Fotograf Jack (Desmond Harrington) ihre Karriere ins Rollen. Sie freundet sich mit der Visagistin Ruby (Jena Malone) an, die Jesse in die Szene einführt und mit ihren Model-Freundinnen Gigi (Bella Heathcote) und Sarah (Abbey Lee) bekannt macht. Während Jesse der Sprung in die Modebranche auf Anhieb gelingt und die erfahrenen Models bei Castings den Kürzeren ziehen, machen sich Neid und Konkurrenzdenken breit.

Der bodenständige Fotograf Dean (Karl Glusman) versucht unterdessen, Jesse vor der Gnadenlosigkeit und Geltungssucht der Modeszene zu beschützen. Doch auch der zwielichtige Motel-Chef Hank (Keanu Reeves) hat das Mädchen auf dem Kieker und bedrängt sie, nachdem sie ihm Ärger eingebrockt hat. Doch Jesses Aufstieg in der Branche ist unaufhaltsam, denn sie besitzt das gewisse Etwas.

Nachdem Nicolas Winding Refns einen Sensationserfolg mit seinem Thriller-Drama Drive (2011) feierte, scheint er nur noch Filme machen zu wollen, die ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend hinterlassen. Sein brutaler Rache-Thriller Only God Forgives (2013), dessen Handlung aus einer hohlen Welle der Gewalt bestand, ließ zahlreiche Zuschauer und Refn-Fans mit Bauchweh und noch mehr Fragezeichen zurück.

neondemon_2 Einen starken Magen müssen auch Zuschauer beweisen, die sich Refns neuestes Werk The Neon Demon zu Gemüte ziehen. In diesem Film, der Thriller-, Horror- und Groteske-Elemente enthält, stellt er die Bedeutung und den Wert weiblicher Schönheit in den Fokus und präsentiert einen äußerst eigenwilligen Blick in die Mode- und Modelszene. Seine Weltpremiere feierte der Film auf den 69. Filmfestspielen von Cannes und spaltete dort die Meinungen der Kritiker. Applaus und Buhrufe erklangen im Akkord – ebenso wie bei Only God Forgives drei Jahre zuvor.

Die Anfangssequenz zeigt Model-Newcomerin Jesse bei einem Fotoshooting – elfenhaft liegt sie auf einem Designer-Sofa, bunte Glitzersteinchen bedecken ihr blasses Gesicht, Blut tropft von ihrem Handgelenk, die Kehle ist aufgeschnitten. Ein Bild, das den Beginn und gleichzeitig das grausame Ende ihrer Modelkarriere einleitet. Rein optisch überließen die Macher von The Neon Demon nichts dem Zufall. Bildkomposition, Belichtung und Maske der Darsteller sind bis ins letzte Detail durchgeplant, Kulissen und Kostüme visuell perfekt aufeinander abgestimmt. Wenn Jesse einen Raum betritt, verschwimmt alles um sie herum zu einem endlosen weißen Nichts. Laufsteg und Publikum werden zu einem leuchtenden Dreieck abstrahiert, das ausreicht, um die innere Wandlung der Protagonistin nachzuvollziehen. Der abstrakten und durchgestylten Bildsprache fügt der hauseigene DJ Cliff Martinez, der schon für Drive und Only God Forgives komponierte, einen hypnotischen dröhnenden Soundtrack hinzu, der den Höhepunkt bedrohlich einleitet und langsam herbeiführt.

neondemon_3 In dem erfahrenen Jungstar Elle Fanning (Super 8, Maleficent) hat Nicolas Winding Refn eine ideale Besetzung gefunden, deren Jugend, Unschuld und natürliche Schönheit die künstlich wirkenden Konkurrentinnen Bella Heathcote (Dark Shadows) und Abbey Lee (Mad Max: Fury Road) alt aussehen lassen. Während die Model-Freundinnen zwischen Bewunderung und gefährlicher Missgunst schwanken, entwickelt Jena Malone (Die Tribute von Panem – Catching Fire) als Make-Up Artistin Ruby eine ungesunde Anziehung zu Jessie. Diese versucht indes ihre ganz eigenen Probleme zu bewältigen. Als Star-Designer Alessandro Nivola sie als Muse entdeckt, lässt sie die naive Unschuld vom Lande hinter sich und geht ganz in Nicolas Motto „Beauty isn’t everything. It’s the only thing!“ auf. Der Neon Demon scheint Besitz von ihr ergriffen zu haben und lenkt sie davon ab, die unmittelbaren Gefahren um sie herum wahrzunehmen.

Visuelle Perfektion hin oder her – für eine massive Kritik an amerikanischen Schönheitsidealen und Modewahnsinn ist die Handlung von The Neon Demon schlicht und einfach zu dünn. Doch ein Regisseur wie Refn, der seine Werke unter den Kürzel NWR promotet, verfolgt mit allem was er tut ein Ziel. Man erhält den Eindruck, er wolle auf Teufel komm raus provozieren und sein Publikum spalten. Statt seinen Darstellern in den ersten zwei Filmdritteln Tiefe, deren Dialogen mehr Gehalt oder den Ereignissen mehr Biss zu verleihen, zieht er Einstellungen von Mimik und Gestik seiner Charaktere lieber unnatürlich in die Länge. Da hilft auch kein Auftritt von Matrix-Ikone Keanu Reeves als mies gelaunter Motel-Manager. Seine Rolle ist ebenso austauschbar wie die Figur des Love-Stars Karl Glusman als Fotografen-Neuling Dean.

neondemon_4 Passend zum Hauptthema der Schönheit kratzt die gesamte Geschichte eine gefühlte Ewigkeit an der Oberfläche, bis diese im letzten Drittel des Films aufbricht und Absurditäten sich überschlagen. Refn kommt mit einer verstörenden nekrophilen Sexszene daher, lässt seine Charaktere zum Vampirismus neigen und drückt seinem Werk mit einem kannibalischen Fiasko letztendlich seine markante Brutalität auf, wie man sie aus Drive und Only God Forgives bereits kennt. Aber hier stets mit einer Portion Glitzer verziert.

Nicolas Winding Refn präsentiert mit The Neon Demon eine schillernd strahlende Oberfläche, die ihre äußere Fassade lange aufrecht erhält, unter der es jedoch dreckig, brutal und abartig zugeht. Die Gier nach ewiger Jugend und Perfektion scheint keine Grenzen zu kennen und frisst am Ende einfach alles auf. Für die einen wird The Neon Demon als Kunst durchgehen, für andere als Trash oder bloßer Versuch der Provokation. Viele wird er mit der unlösbaren Frage beschäftigen, ob die Intention des Regisseurs richtig verstanden wurde. Doch diese ist nach meiner Meinung irgendwo zwischen Glitzerdeko und Blutbad untergegangen.

Cast & Crew

Regie: Nicolas Winding Refn
Drehbuch: Nicolas Winding Refn, Mary Laws, Polly Stenham
Musik: Cliff Martinez
Darsteller: Elle Fanning, Jena Malone, Bella Heathcote, Abbey Lee, Karl Glusman, Keanu Reeves, Christina Hendricks, Desmond Harrington

Bewertung

Bewertung_7

10th Jun2016

Stolz und Vorurteil & Zombies (2016) | Filmkritik

von MaryChloe

Stolz und Vorurteil & Zombies

Stolz und Vorurteil & Zombies spielt in einem alternativen England Anfang des 19. Jahrhunderts, wo in einer post-apokalyptischen Todeszone zwischen London und Hertfordshire gefährliche Zombies ihr Unwesen treiben. Elizabeth Bennet (Lily James) lebt mit ihrer Familie im Landhaus ihrer Eltern, in welchem ihr Vater Mr. Bennet (Charles Dance) sie und ihre vier Schwestern Jane (Bella Heathcote), Kitty (Suki Waterhouse), Lydia (Ellie Bamber) und Mary (Millie Brady) in der Kunst der Martial Arts unterrichtet. Denn seit die Untoten begannen auch Hertfordshire zu infiltrieren, herrscht Krieg.

stolzundvorurteilundzombies_1 Doch den britischen Adel plagen zuweilen ganz andere Sorgen. Als der reiche Mr. Bingley (Douglas Booth) in der Nachbarschaft einzieht, sieht Mrs. Bennett (Sally Phillips) einen anstehenden Ball als ideale Gelegenheit, um eine ihrer Töchter unter die Haube zu bringen. Tatsächlich können die Mädchen die Festgesellschaft erfolgreich gegen eine Horde Untote verteidigen und Jane erweckt die Aufmerksamkeit von Bingley. Elizabeth gerät hingegen mit dem stolzen Zombiejäger Mr. Darcy (Sam Riley) aneinander.

Doch dann reisen die Bingleys unerwartet ab und hinterlassen eine enttäuschte Jane. Obwohl Elizabeth sich mit George Wickham (Jack Huston) aus dem lokal stationierten Militär anfreundet, kann sie die erfahrene Beleidigung nicht vergessen. Als sich ihr also die Gelegenheit bietet, ihre Cousine Charlotte (Aisling Loftus) im Haus ihres neuen Ehemannes Mr. Collins (Matt Smith) zu besuchen, in dessen Nähe auch Mr. Darcy weilt, schwört sie, der Sache mit ihrem Katana-Schwert auf den Grund zu gehen. Liz und Darcy müssen eine Menge Vorurteile überwinden, bevor sie im Kampf gegen die Untoten die wahre Liebe füreinander entdecken…

Der mehrfach verfilmte Klassiker Stolz und Vorurteil von Janes Austen in ein Zombiesetting zu katapultieren erscheint auf den ersten Blick merkwürdig. Doch die Idee dazu entstammt keineswegs der lebhaften Fantasie einiger Filmemacher, sondern basiert auf dem gleichnamigen Roman von Seth Grahame-Smith, der 2009 erschien und sich neun Monate auf der Bestsellerliste der New York Times behaupten konnte.

stolzundvorurteilundzombies_2 Wie in der Romanvorlage wurde Jane Austens Geschichte im aktuellen Film im Grunde nicht verändert, sogar Dialoge sind teilweise eins zu eins übernommen. Da alle Bennet-Töchter noch unverheiratet sind, droht die Familie in geraumer Zeit in Armut zu verfallen. Obwohl die Schwestern in Austens Roman schon sehr fortschrittlich und modern im Denken sind, kreieren sie in Stolz und Vorurteil & Zombies als Kämpferinnen ein ganz neues Frauenbild im viktorianischen England.

Zwischen Brautschauen und emanzipatorischen Bemühungen setzen die Darsteller auf fernöstliche Kampfkunst, um die Zombieinvasion aufzuhalten. Lily James spielt in der Rolle der Lizzy eine der bekanntesten und beliebtesten Heldinnen der Literaturgeschichte. James war bisher als Rose MacClare in der Serien Downtown Abbey zu sehen und verkörperte 2015 die titelgebende Hauptfigur in der Neuverfilmung von Cinderella. Der junge Cast wird ergänzt von Bella Heathcote (Dark Shadows), Suki Waterhouse (Die Bestimmung – Insurgent), Jack Huston (American Hustle), Douglas Booth (Noah) sowie den beiden Game-of-Thrones-Stars Lena Headey und Charles Dance.

Die Rolle des Mr. Darcy als unverwechselbarer Zombiekiller mit Samurai-Schwert wird von Sam Riley (Maleficent – die dunkle Fee) verkörpert. Während Lena Headey die Rolle der Zombiekiller-Legende Catherine de Bourgh übernimmt, verfolgt Wickham die Idee, eine Versöhnung zwischen Mensch und Zombie herbeizuführen und eine friedliche Koexistenz zu ermöglichen – leider sind seine Motive dabei nicht gerade uneigennützig.

stolzundvorurteilundzombies_3 Stolz und Vorurteil ist schon so oft und so erfolgreich verfilmt worden (zuletzt 2005 mit Keira Knightley), dass man sich eine weitere Adaption nicht hätte vorstellen können. Doch durch die Ergänzung der Zombiethematik hat der Regisseur Stephen Burr (17 Again) die Story für eine ganz neue Generation zugänglich gemacht. Zehn Jahre nach der letzten Stolz und Vorurteil Verfilmung macht Burr aus den Bennet-Schwestern fünf kampferfahrene Heldinnen und liefert im Stil von Hänsel & Gretel: Hexenjäger und Snow White and the Huntsman eine Variation des Jane-Austen-Klassikers mit einer vollen Ladung schwarzem Humor und Martial-Arts-Action.

Neben gelungenen Kampfszenen hat vor allem die Kostümabteilung ganze Arbeit geleistet. Halb verfaulte Gesichter, aus denen hier und da kleine Knochen sprießen, in imposanten Kostümen und Turmfrisuren aus dem 18. Jahrhundert sorgen allerdings für mehr Lacher als Gruselmomente. Doch neben einigen überholten Klamauk-Szenen bemüht sich der Film ernsthaft zu bleiben, so verzichtet man auf unnötige Splatter-Action und Kameramann Remi Adefarasin (Beste Kamera für Elizabeth) fängt stattdessen jede Menge schöne und verträumte Kulissen ein, ganz im Stil von typischen britischen Janes-Austen-Settings.

Mit Szenen, die zwischen Zombie-Jagden und Brautschauen wechseln, ist es dem Regisseur gelungen, zwei völlig verschiedene Genres miteinander zu verbinden. Zwar sind die Zombie-Kämpfe nette Hingucker, die gesamte Problematik der Untoten ist im gesamten Film allerdings ein Nebenwerk. Der Film bleibt der Geschichte um Elizabeth Bennet und der ganzen Struktur von Austens Roman treu und peppt die altbekannte Erzählung durch eine Zombie-Plage lediglich etwas auf.

Genremäßig irgendwo zwischen Drama, Horror und Comedy bietet der Film für jeden Zuschauer etwas. Neben ein zwei platten Witzen, überzeugt Stolz und Vorurteil & Zombies mit kreativen Kulissen und talentierten Jungschauspielern. Durch die Nähe zum Roman dürften sich Fan von Jane Austen köstlich amüsieren, Fans von tiefergehender packender Zombie-Bedrohung warten besser auf die nächste The Walking Dead-Staffel.

Trailer

Cast & Crew

Regie: Burr Steers
Drehbuch: Burr Steers
Musik: Fernando Velázquez
Darsteller: Lily James, Sam Riley, Jack Huston, Bella Heathcote, Douglas Booth, Matt Smith, Charles Dance, Lena Headey

Bewertung

Bewertung_7

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