James Bond 007 - Skyfall

Wer ist der beste Bond? Alle 007-Schauspieler im Vergleich

von Mathias Grunwald

Wann immer eine ikonische Rolle auf den Kinoleinwänden neu besetzt wird, existiert stets ein Musterbeispiel, das Fans als Vorlage verwenden, um die Nachfolger miteinander zu vergleichen. Seit Sean Connery 1962 in dem Film James Bond – 007 jagt Dr. No zum ersten Mal als James Bond die Bühne betrat, folgten ihm nicht weniger als fünf weitere Schauspieler nach und verkörperten den britischen Superspion mit der Lizenz zum Töten, dem Talent für schöne Frauen und der Gewohnheit, nebenbei die Welt zu retten.

Wir werfen deshalb einen Blick zurück auf die Historie des Charakters und haben diese Rangliste aller James-Bond-Darsteller von damals bis heute angefertigt.

Für diese Liste kommen ausschließlich Schauspieler infrage, die in mindestens einem der 25 offiziellen Eon-Productions-Filme zu sehen waren – von Dr. No (1962) bis Keine Zeit zu sterben (2021). Dementsprechend ist die völlig überdrehte 1967er-Parodie von Casino Royale hier nicht inkludiert. Erwartet also nicht, David Niven in dieser elitären Liste zu finden.

6. George Lazenby

Angesichts dessen, dass er Bond nur in einem einzigen Streifen verkörperte (Im Geheimdienst Ihrer Majestät, 1969), ist es leicht, George Lazenbys kurzlebige Zeit in dieser Rolle als einen reinen Fehltritt abzustempeln. Es half seinem Ruf bestimmt nicht, dass die Produzenten nach ihm Sean Connery mit einer Rekordgage dazu überredeten, für Diamantenfieber (1971) zurückzukehren. Mittlerweile erfährt Lazenbys Auftritt unter Fans jedoch eine späte Rehabilitation. Er versuchte, Bond eine verletzlichere, persönlichere Note zu verleihen – gipfelnd im tragischsten Ende der gesamten Serie. Im Geheimdienst Ihrer Majestät besaß die Ambition, der Figur echte charakterliche Tiefe zu geben, auch wenn das Publikum damals vielleicht noch nicht bereit dafür war.

5. Timothy Dalton

Nach dem Ende der humorvollen, aber zusehends albernen Ära von Roger Moore übernahm schließlich Timothy Dalton das Agenten-Zepter. Sein Debüt in Der Hauch des Todes (1987) markierte einen radikalen kreativen Wandel. Dalton verabschiedete sich vom augenzwinkernden Slapstick und spielte den Agenten als kalten, rauen Profi-Killer. Der Film besitzt eine der atemberaubendsten Anfangssequenzen (den Fallschirmsprung auf Gibraltar) und war ein kommerzieller Hit. Hardcore-Fans sind bis heute der Meinung, dass Dalton den Charakter am ehesten so verkörperte, wie ihn Ian Fleming in seinen Büchern beschrieben hatte. Trotzdem war nach nur zwei Filmen – nicht zuletzt wegen rechtlicher Streitereien hinter den Kulissen und der Härte von Lizenz zum Töten (1989) – schon wieder Schluss.

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4. Pierce Brosnan

Nach dem düsteren Gastspiel von Timothy Dalton führte Pierce Brosnan das Franchise mit einem Knall in das Zeitalter der 90er-Jahre-Blockbuster. Er balancierte die kühle Kultiviertheit Connerys mit der Leichtigkeit Moores und bewies, dass Bond auch nach dem Ende des Kalten Krieges noch relevant war. Brosnan, der aufgrund seiner Serie Remington Steele schon Jahre zuvor als Bond im Gespräch war, feierte ein grandioses Debüt. GoldenEye (1995) ist nicht nur der erste Film, der nicht direkt auf einer Fleming-Geschichte basierte, sondern gilt dank brillanter Action und einer großartigen Regie als einer der besten Bondfilme überhaupt. Schade, dass seine Ära in dem völlig überladenen CGI-Desaster Stirb an einem anderen Tag (2002) endete.

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3. Roger Moore

Einige Fans mögen Roger Moores extrem verspielte, humorvolle Version von 007 nicht besonders, aber die Fakten sprechen für sich: Er prägte eine ganze Generation. Wenn man Connerys inoffiziellen Auftritt in Sag niemals nie weglässt, hat Moore den Charakter öfter auf der Kinoleinwand verkörpert (sieben Mal) als jeder andere Schauspieler vor ihm. Seine Ära war verantwortlich für das kommerzielle Überleben und die unglaubliche Langlebigkeit der Serie nach Connerys Weggang. Moore bewies, dass Bond auch mit hochgezogener Augenbraue, absurden Gadgets und viel Charme bestens funktioniert – von Meisterwerken wie Der Spion, der mich liebte bis hin zu charmantem Trash wie Moonraker.

2. Daniel Craig

In einer Zeit, in der Christopher Nolans Dark Knight-Trilogie und der raue Superagent Jason Bourne die Massen begeisterten, musste sich Bond neu erfinden. Die Produzenten drückten den Reset-Knopf und erzählten erstmals die Vorgeschichte, wie Bond zu seinem Doppel-Null-Status kam. Regisseur Martin Campbell erfand den Bond für das 21. Jahrhundert und Daniel Craig galt für die Verfilmung von Casino Royale (2006) als die perfekte Besetzung. Sein Bond blutete, schwitzte, litt und schlug hart zu. Craig verlieh der Figur eine unglaubliche physische und emotionale Wucht. Sein 15-jähriger Lauf, der von absoluten Highlights wie Skyfall (2012) gekrönt wurde, endete schließlich in dem hochdramatischen Finale von Keine Zeit zu sterben (2021).

1. Sean Connery

Obwohl viele Männer ihre Martinis „geschüttelt, nicht gerührt“ haben möchten, seitdem Bond zu einem ikonischen Filmhelden wurde, konnte bisher niemand die Rolle jemals so perfekt definieren wie das Original: Sean Connery. Der charismatische Schotte besaß den trockenen Humor, den mühelosen Charme und eine unterschwellige, fast raubtierhafte Gefährlichkeit wie kein anderer Darsteller. Seine Leistung setzte die unerreichbare Messlatte, an der sich jeder seiner Nachfolger unweigerlich messen lassen muss. Mit Meisterwerken wie Liebesgrüße aus Moskau (1963) und natürlich Goldfinger (1964) prägte er die Kinogeschichte. Für die große Mehrheit der Fans bleibt Sean Connery für immer der unantastbare König der Bond-Darsteller.

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