Sakura – I want to eat your pancreas

„Sakura – I want to eat your pancreas“ als Pearls Edition: Eine Geschichte, die auch beim Manga zu Tränen rührt

Yoru Suminos emotionale Geschichte über Freundschaft, Vergänglichkeit und den Wert des Lebens

von Markus Grunwald

Es gibt Geschichten, deren Ende man kennt und die trotzdem nichts von ihrer emotionalen Wirkung verlieren. Sakura – I want to eat your pancreas gehört definitiv dazu.

Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt

Was bereits als Roman, Webroman, Anime und Realfilm funktioniert hat, erhält mit der neuen Pearls-Ausgabe nun eine besonders umfangreiche Manga-Neuauflage.

Die Geschichte dreht sich um zwei Teenager, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Sakura ist lebensfroh, beliebt und ständig unterwegs. Ihr schüchterner Klassenkamerad hält sich dagegen lieber im Hintergrund und hat mit seinen Mitschülern nur wenig zu tun.

I want to eat your pancreas Kritik

Blick ins Buch | © Carlsen

Durch einen Zufall erfährt er jedoch von Sakuras schwerer Erkrankung. Sie leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs und weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Statt Mitleid zu erwarten, möchte Sakura vor allem eines: ihre verbleibende Zeit genießen.

Eine Liebeserklärung an das Leben

So beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Gemeinsame Ausflüge, Gespräche und kleine Abenteuer bringen die beiden immer näher zusammen. Während Sakura ihrem Klassenkameraden zeigt, das Leben nicht einfach an sich vorbeiziehen zu lassen, verändert auch er zunehmend ihren Blick auf die eigene Situation.

Die Geschichte behandelt dabei sehr intensiv das Thema Tod, ist aber keineswegs ausschließlich traurig. Gerade die vielen kleinen Momente zwischen den beiden Figuren sorgen für Hoffnung, Humor und Lebensfreude.

Auch als Manga funktioniert die Geschichte hervorragend

Nach den zahlreichen anderen Adaptionen könnte man sich durchaus fragen, ob eine weitere Version von I want to eat your pancreas überhaupt noch etwas Neues bieten kann. Für mich lautet die Antwort klar: Die Geschichte funktioniert weiterhin hervorragend.

I want to eat your pancreas Kritik

Buchrückseite | © Carlsen

In insgesamt zehn Kapiteln wird die bekannte Handlung als Manga erzählt. Die Beziehung zwischen Sakura und ihrem Klassenkameraden entwickelt sich dabei angenehm nachvollziehbar. Beide Figuren besitzen ihre eigenen Eigenarten, wodurch man sie schnell ins Herz schließt.

Eine emotionale Geschichte über das Leben

Gerade weil die Geschichte den nahenden Tod von Beginn an nicht verschweigt, entsteht eine besondere Spannung. Man weiß, dass diese Freundschaft unter keinem guten Stern steht. Trotzdem konzentriert sich die Erzählung nicht ausschließlich auf das Ende, sondern immer wieder auf die Frage, was man mit der Zeit anfangen kann, die einem bleibt.

Genau darin liegt die größte Stärke des Werks. Sakura – I want to eat your pancreas erzählt zwar über Krankheit und Tod, ist im Kern aber eine Geschichte über das Leben.

Sakura möchte ihre verbleibende Zeit nicht damit verbringen, sich nur mit ihrem Schicksal auseinanderzusetzen. Stattdessen sammelt sie Erinnerungen und erlebt gemeinsam mit ihrem Klassenkameraden Dinge, die für andere vielleicht völlig gewöhnlich erscheinen.

Diese kleinen Momente geben der Geschichte ihre emotionale Wirkung. Zwischen den ernsteren Szenen gibt es immer wieder humorvolle Situationen, Hoffnung und natürlich auch eine vorsichtige Annäherung zwischen zwei Menschen, die sich unter völlig ungewöhnlichen Umständen kennenlernen.

I want to eat your pancreas Kritik

Buchdicke | © Carlsen


Auch optisch kann die Manga-Adaption überzeugen. Die Zeichnungen von Idumi Kirihara orientieren sich stark an der bekannten Gestaltung der Anime-Adaption. Dadurch entsteht ein vertrauter Look, der gut zur Geschichte passt.

Die Zeichnungen passen perfekt zur Vorlage

Besonders die Figuren funktionieren dabei sehr gut. Sakuras Lebensfreude, aber auch die emotionaleren Momente werden durch ihre Mimik und Körpersprache schön transportiert.

Hinzu kommen einige nette Ideen bei der Gestaltung der Sprechblasen und der einzelnen Panels. Insgesamt liest sich der Manga dadurch angenehm flüssig und lässt sich trotz seines emotionalen Themas schnell lesen.

Was bedeutet eigentlich „Pearls“?

Bei der Pearls Edition handelt es sich um eine neu aufgelegte, umfangreichere Ausgabe bekannter Manga. Sakura – I want to eat your pancreas Pearls bündelt die komplette Geschichte in einem einzigen Band und bringt sie damit in einer kompakten Ausgabe zurück.

Mit 440 Seiten fällt die Ausgabe entsprechend umfangreich aus. Gleichzeitig bleibt das Format mit 125 x 180 Millimetern handlich. Damit eignet sich die Pearls-Ausgabe sowohl für Fans, die die Geschichte bereits kennen, als auch für Leserinnen und Leser, die Sakura zum ersten Mal entdecken möchten.

I want to eat your pancreas Kritik

Buchrückseite | © Carlsen

Wer die Geschichte bereits aus dem Roman, dem Anime oder dem Realfilm kennt, weiß natürlich, worauf alles hinausläuft. Trotzdem verliert das Finale nichts von seiner emotionalen Wirkung.

Auch beim zweiten Mal kommen die Tränen

Gerade die Beziehung zwischen Sakura und ihrem Klassenkameraden ist so liebevoll erzählt, dass die letzten Kapitel auch dann treffen können, wenn man den Ausgang bereits kennt.

Wer I want to eat your pancreas dagegen noch gar nicht kennt, sollte sich möglichst wenig über die Handlung informieren. Die Geschichte funktioniert am besten, wenn man sich einfach auf die beiden Figuren und ihre gemeinsame Zeit einlässt.

Taschentücher sollte man trotzdem bereithalten.

Ein Manga für Herz und Tränen

Sakura – I want to eat your pancreas Pearls ist keine neue Geschichte, aber eine sehr gelungene Möglichkeit, diesen emotionalen Klassiker als Manga zu erleben. Die bekannte Handlung funktioniert weiterhin phänomenal gut, die Zeichnungen passen hervorragend zum Anime und die Beziehung der beiden Hauptfiguren entwickelt auch in dieser Form ihre ganz eigene Magie.

Wer den Anime oder den Roman bereits kennt, kann die Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Wer bislang noch keinen Kontakt mit Sakura hatte, bekommt gleichzeitig einen sehr guten Einstieg in die Geschichte.

Für mich bleibt deshalb vor allem eine Erkenntnis: Manche Geschichten werden nicht schlechter, nur weil man ihr Ende bereits kennt.

Details zum Manga

Titel:
Sakura – I want to eat your pancreas Pearls
Autor:
Yoru Sumino
Illustrationen:
Idumi Kirihara
Übersetzung:
Yuko Keller
Reihe:
Sakura – I want to eat your pancreas
Verlag:
Carlsen Manga!
Erscheinungstermin:
28. Juli 2026
Seitenzahl:
440 Seiten
Format:
125 x 180 mm
ISBN:
978-3-551-80956-8
Lesealter:
Ab 12 Jahren
Preis:
14,00 € (DE)

Adaptionen von Sakura – I want to eat your pancreas

Die Geschichte von Sakura – I want to eat your pancreas wurde nicht nur als Manga umgesetzt. Die ursprüngliche Vorlage von Yoru Sumino wurde auch als Anime und als Realfilm adaptiert. Damit gehört die Geschichte zu den besonders vielseitig umgesetzten Werken des japanischen Slice-of-Life- und Romance-Genres.

Wer die Geschichte bislang nur als Anime oder Realfilm kennt, kann mit der Pearls-Ausgabe nun auch die Manga-Adaption entdecken. Umgekehrt bietet der Manga natürlich eine schöne Gelegenheit, nach dem Lesen noch einmal die anderen Versionen zu vergleichen.

Bildrechte: Carlsen

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