Ocean's 11

Ocean’s 8: Wie das Spin-off die legendäre Heist-Reihe erweiterte

Ein Rückblick auf die clevere Neuausrichtung des Ocean's-Universums

von Mathias Grunwald

Inspiriert vom Rat-Pack-Original aus den 60er Jahren entstand 2001 der gefeierte Heist-Film Ocean’s Eleven. Der gigantische Erfolg inspirierte nicht nur zwei direkte Nachfolger, sondern etablierte das Franchise als absoluten Goldstandard des modernen Gaunerfilms. Nach dem Abschluss der Trilogie im Jahr 2007 dauerte es über ein Jahrzehnt, bis das Universum 2018 mit dem Spin-off Ocean’s 8 eine völlig neue Herangehensweise wagte.

Der unantastbare Meilenstein: Ocean’s Eleven

Mit George Clooney, Matt Damon und Brad Pitt in den Hauptrollen versammelte Ocean’s Eleven eine beispiellose Starbesetzung. Der Film spielte in der Casinometropole Las Vegas und brillierte durch seine unglaubliche Lässigkeit.

Darin plante Meisterdieb Danny Ocean (George Clooney) mit seinen elf Komplizen, 160 Millionen US-Dollar aus dem hochsicheren, unterirdischen Tresorraum des Bellagio-Casinos zu stehlen. Das Besondere an dem Coup: Regisseur Steven Soderbergh verzichtete auf plumpe Action. Jedes Mitglied der Crew hatte eine spezielle, hochintelligente Aufgabe im perfekten Getriebe des Heist-Plans zu erfüllen. Der Film füllte die Kinos, erntete exzellente Kritiken und spielte bei einem Budget von 85 Millionen Dollar weltweit über 450 Millionen US-Dollar ein. Er zog die Fortsetzungen Ocean’s 12 (2004) und Ocean’s 13 (2007) nach sich, bevor sich die Bande vorerst zur Ruhe setzte.

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2018: Die Frauen übernehmen das Ruder

Der Erfolg der Original-Trilogie ging nicht nur auf die Topdarsteller zurück, sondern vor allem auf die smarte, dramaturgische Finesse. Genau hier wollte das Spin-off Ocean’s 8 im Jahr 2018 anknüpfen. Da George Clooney mit seinem Abgang nach dem dritten Film zufrieden war, konzentrierte sich der neue Film auf bisher unbekanntes Terrain. Regisseur Gary Ross (Die Tribute von Panem) – mit Steven Soderbergh als Produzent im Hintergrund – formierte dieses Mal eine reine, hochkarätige Frauencrew.

Angeführt wurde die Gruppe von Debbie Ocean (Sandra Bullock), der entfremdeten Schwester von Danny, was den Film geschickt im selben filmischen Universum verankerte. Ihr zur Seite stand ein grandioser Cast, bestehend aus Hollywood-Größen wie Cate Blanchett, Anne Hathaway, Helena Bonham Carter sowie Pop-Ikone Rihanna.

Glamour statt Casino-Chips

Die größte Neuerung des Spin-offs war jedoch das Setting. Das Ziel des Raubzugs war dieses Mal kein verrauchter Tresorraum in einem Casino in Las Vegas, sondern das exklusivste Fashion-Event der Welt: die jährlich stattfindende Met Gala (Fundraising Gala) des weltberühmten Metropolitan Museum of Art in New York City. Ziel war es, ein millionenschweres Cartier-Collier vom Hals eines eitlen Hollywood-Stars (Hathaway) zu stehlen.

Ocean’s 8 lieferte 2018 genau das ab, was Fans an der Reihe liebten: stilvolle Outfits, coole Sprüche, clevere Wendungen und einen unblutigen, eleganten Raubüberfall, der dem Original-Franchise alle Ehre machte.

‚The Metropolitan Museum of Art – New York‘ – Flickr via acca-67 (CC BY-SA 2.0)

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