Match

Match (2025) | Filmkritik

Aus einem Match wird ein blutiger Albtraum

von Lars B

Heutzutage ist die Balz der geschlechtsreifen Großstädter durch Dating-Apps zu einer Spielwiese voller Möglichkeiten geworden.

Ein Swipe nach rechts – und plötzlich beginnt der Horror

Per Swipe wird hier der oder die Richtige ausgewählt. Doch nicht jedes scheinbar schöne Profil führt zur ganz großen Liebe.

Für die attraktive Paola (Humberly González) entpuppt sich im Horrorfilm Match der schnuckelige Schwarm schnell zum Slasher-Alptraum.

Betäubt und gefangen, droht ihr das gleiche Schicksal wie auch schon anderen jungen Frauen vor ihr. Oder kann die rassige Latina doch noch den Spieß umdrehen und ihn dort hin rammen, wo es besonders weh tut?

Dating-Apps als Einfallstor für den Horror

Der Dating-Horror von Filmregisseurin Danishka Esterhazy überspitzt den alltäglichen Dating-App-Wahnsinn zu einer Tour der Qualen. So bekommt Paola am Anfang noch Dates mit echten Losern oder eine Serie von anzüglichen Nachrichten, bis hin zum obligatorischen Dickpic. Bis dahin können fast alle weiblichen User derartiger Kuppel-Programme nachvollziehen, wie daneben sich so manche Männlichkeiten benehmen können.

Als dann jedoch der Überlebenskampf beginnt, wird schnell klar, warum man die erste Verabredung immer an einem öffentlichen Ort abhalten sollte. Denn obwohl es Paola besser wissen sollte, willigt sie einem Besuch zu Hause ein.


Die Gore- und Splatter-Einlagen kommen zwar selten zum Einsatz, aber dafür umso heftiger, während die Kamera gnadenlos draufhält. Doch sind Blut, Erbrochenes und Gekröse nicht das Schlimmste.

Wenn das Badezimmer plötzlich zum Versteck wird

Zu jedem Zeitpunkt, wenn Paola vor Angst erstarrt und mitbekommt, in was für einem abgefahrenen Schlamassel sie steckt, ist man ganz dicht am Geschehen und versteckt sich quasi mit im Badezimmerschrank, während Horror-Henry schon einmal Trockenübungen für die Liebesnacht turnt.

Besonders am Ende, wenn man denkt, aus dem Gröbsten heraus zu sein, kommt das große Denkste und weiter geht die wilde Fahrt durch verwinkelte Korridore, mangelnde Sauberkeit und zweifelhafte Dekorationsideen.

Der Horror hinter dem perfekten Dating-Profil

Wer Töchter im datingfähigen Alter hat und etwas Abschreckung braucht, sollte mit ihnen diesen Film schauen. Danach werden Tinder und Co. mit größter Wahrscheinlichkeit wieder vom Handy gelöscht.


Auch wenn die Handlung gnadenlos überspitzt wurde, ist die Gefahr, als junge Frau in Bedrängnis zu geraten, gar nicht so abwegig.

Wenig Budget, viel Blut

Die Effekte mögen zwar nicht immer überzeugend sein, aber gerade beim Traumtypen Henry hat sich das Make-up-Department wirklich ins Zeug gelegt. Trotzdem handelt es sich hier um eine recht kostensparende Produktion, die sich hauptsächlich in denselben engen Korridoren und Zimmern abspielt.

Für Fans von Splatter-Horror sicher trotzdem einen Blick wert, auch wenn man nach dem Film unbedingt zu einem Therapeuten gehen sollte. Ein Meisterwerk ist Match leider nicht und so wird man sich das Horrordate wahrscheinlich nur einmal und nie wieder geben.

Hinweis: Match ist ab dem 08. Oktober 2026 als DVD, Blu-ray und digital erhältlich.

Bewertung

Bewertung_6

Trailer

Bildrechte: Busch Media Group GmbH © 2026


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