Kraken 2025

Kraken (2025) | Filmkritik

Spannendes Tiefsee-Abenteuer aus Russland

von Lars B

Ein Forscherteam am Nordpol erweckt durch geologische Sprengungen auf dem Meeresboden ein gewaltiges Ungeheuer der Tiefsee. Als daraufhin ein russisches Atom-U-Boot verschwindet, wird Kommandant Viktor Voronin (Alexander Petrov) entsandt, um die verschollene Besatzung zu bergen. Dabei ahnt er jedoch nicht, welcher Schrecken in der Tiefe auf ihn lauert.

Wenn die Tiefe zum Albtraum wird

Da jedoch ausgerechnet sein Bruder unter den vermissten Seeleuten ist, wird die Rettungsaktion zu einer dramatischen Familienangelegenheit, und eine Superwaffe an Bord macht die Bergung zu einer Frage der nationalen Sicherheit. Also packt der Seemann seinen Kanarienvogel ein und geht auf Tauchstation.

Kraken Filmkritik

© Busch Media Group

Was nach einem typischen Hollywoodstreifen klingt, kommt jedoch diesmal aus Russland und zeigt, dass auch andere Länder hochwertige Filme produzieren können.

Zwischen Hollywood-Formel und russischer Eigenständigkeit

Was die Bildgewalt und die Effekte angeht, muss sich Kraken jedenfalls nicht vor der sonst amerikanischen Konkurrenz verstecken. Der sparsame Einsatz des Riesen-Kopffüßers sorgt dafür, dass der filmische Schrecken nicht baden geht.

Wenn sich nicht gerade gewaltige Tentakel auf die Suche nach den Tiefseematrosen machen, sorgen starke Druckverhältnisse, abstürzende Felsen und Feuer an Bord für einen gehörigen Stresspegel unter Wasser.

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© Busch Media Group


Das Monster wird dabei nicht komplett gezeigt, und man erahnt nur die gigantischen Ausmaße des teuflischen Tiefsee-Tintenfisches, der zumeist in einer gewaltigen Staubwolke daherkommt.

Das Unsichtbare als größte Bedrohung

Der Cast macht seine Sache gut und lässt sich nicht von den Effekten unterkriegen, sondern bestimmt die Handlung weitgehend. Hier ist weniger mehr, da man so den Schockmoment nicht inflationär verschenkt. Ein Familiendrama unter Brüdern, ein militärisches Machtgerangel unter dem Meer und die Angst, nicht mehr nach Hause zurückzukehren, sind hier die vorherrschenden Themen und sorgen für die nötige Tiefe.

Druck, Dunkelheit und moralische Entscheidungen

Wenn ein Peilsender sich versehentlich aktiviert und somit das Monster anlockt, steigt die Spannung, die teils in einer gespenstischen Ruhe serviert wird und den Zuschauer dazu bringt, den kostbaren Atem anzuhalten. Immer wieder wird Viktor vor schwierige Entscheidungen gestellt: Soll er ein paar Männer bei einem Feuer opfern oder das Leben der gesamten Crew aufs Spiel setzen? Wie in U-Boot-Filmen üblich, steigt das Wasser zunehmend bis zum Hals und die Zeit drängt.

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Wer auf die gewohnte Kaiju-Kost hofft, wird nicht enttäuscht, wenn die gewaltigen Arme des Riesenkalmars eine norwegische Ölbohrinsel zerstören oder sich das Biest in einer Eishöhle zur vollen Größe aufbaut.

Monster-Action trifft klaustrophobische Enge

Durch klare und gut inszenierte Bilder zeigt sich, dass die russischen Filmemacher ihr Handwerk verstehen. Leider wirkt der Showdown dann doch etwas gehetzt und löst den Konflikt ein wenig zu schnell auf.

Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt auf jeden Fall ein spannendes Abenteuer serviert, das im Fahrwasser von Meeresmonstern wie Meg und Godzilla schwimmt. Vielleicht serviert uns Regisseur Nikolai Lebedev in Bälde einen zweiten Teil – ein Meeresmonster kommt schließlich selten allein. Und wer weiß, was noch so alles in 1000 Metern arktischer Tiefsee lauert?

Hinweis: Kraken erscheint am 26. Februar 2026 als DVD, Bluray und digital.

Bewertung

Bewertung_7

Trailer

Bildrechte: Busch Media Group

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