Vor über zwei Jahrzehnten kam ein Film in die Kinos, der die popkulturelle Leidenschaft für getunte Autos und illegale Straßenrennen neu entfachte: The Fast & The Furious (2001) legte den Grundstein für eines der erfolgreichsten und langlebigsten Franchise der Filmgeschichte. Über ein Dutzend Fortsetzungen und Spin-offs später steuert die Hauptreihe unaufhaltsam auf ihr episches Finale zu. Die Produzenten kündigten an, dass das filmische Ende mit den Teilen Fast & Furious 10 (Fast X) und dem darauffolgenden Abschlussfilm besiegelt werden soll.
Was einst als bodenständiger Undercover-Thriller im Stil von *Gefährliche Punktlandung* begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer modernen, physikalisch völlig losgelösten Interpretation von James Bond entwickelt. Die Crew um Dominic Toretto sprengt längst alle Grenzen – ob Weltraum-Ausflüge oder unmöglicher Stunts –, und die Begeisterung der weltweiten Fangemeinde ist trotz aller Kritiken an der Plot-Logik ungebrochen. Das zeigt, dass die Faszination für packenden Motorsport und pure Action auf der Leinwand nicht altert.
Schnelle Autos faszinieren auf allen Kanälen
Dies gilt natürlich längst nicht mehr nur für die Kinoleinwand. Auch im echten Sport sorgt die Faszination für Höchstgeschwindigkeit für Millionen-Publika. Ob packende Duelle in der Formel 1, bei denen Fahrer wie Max Verstappen oder Lewis Hamilton um die Weltmeisterschaft kämpfen, oder detailgetreue Gaming-Simulationen wie die *F1*-Reihe von EA Sports: Die Verquickung aus High-Speed-Technologie und Entertainment begeistert Generationen. Es ist daher kein Wunder, dass die *Fast & Furious*-Saga über die Jahre zu einem gigantischen popkulturellen Ökosystem heranwachsen konnte.
Justin Lin und das kreative Stühlerücken
Um dem großen Finale einen würdigen Rahmen zu geben, vertrauten die Macher bei der Umsetzung zunächst auf Regie-Veteranen wie Justin Lin, der bereits für die prägenden Teile 3 bis 6 sowie Teil 9 verantwortlich war (bevor es während der Produktion von *Fast X* zu kreativen Differenzen hinter den Kulissen kam).
Dabei wurde das Strickmuster der Reihe über die Jahre verfeinert: Ehemalige Antagonisten wie der von John Cena gespielte Jakob Toretto wurden im Handumdrehen in die Familie integriert – ein klassischer Kniff, den zuvor bereits Figuren wie Luke Hobbs (Dwayne Johnson) oder Deckard Shaw (Jason Statham) vollzogen hatten. Letztere waren sogar so beliebt, dass sie mit *Hobbs & Shaw* (2019) ein eigenes, sehr erfolgreiches Spin-off erhielten.
Ein explosives Star-Ensemble und der „The Rock“-Streit
Das große Finale geizt traditionell nicht mit Starpower. Neben Urgesteinen wie Vin Diesel und Michelle Rodríguez umfasst der Cast hochkarätige Namen wie Charlize Theron, Jordana Brewster, Tyrese Gibson und Jason Statham.
Ein jahrelanger, öffentlich ausgetragener Zoff beherrschte jedoch die Schlagzeilen: Der berüchtigte Streit zwischen Hauptdarsteller Vin Diesel und Dwayne „The Rock“ Johnson schien eine Rückkehr von Hobbs in die Hauptreihe lange Zeit unmöglich zu machen. Zwar versuchten es die Beteiligten mit öffentlichen Appoten und Waffenstillständen, doch die Dynamik im Finale der Hauptreihe blieb lange Zeit ein hochemotionales Politikum.
Fakt ist: Mit *Fast X* schlug die Reihe das letzte große Kapitel auf, und auch wenn physikalische Gesetze in dieser Welt schon lange keine Rolle mehr spielen, bleibt der Kult um Torettos „Familie“ unsterblich.

Dwayne Johnson und Jason Statham in Fast & Furious: Hobbs & Shaw (2019)
Bildrechte: Universal Pictures
