A Star Is Born

„A Star Is Born“ – Oscar-Triumph und Musikdrama

Bradley Coopers gefeiertes Regiedebüt mit Lady Gaga

von Mathias Grunwald

Als der Musikfilm A Star Is Born im Herbst 2018 bei den Internationalen Filmfestspielen in Toronto seine Weltpremiere feierte, war das Echo gewaltig. Der Film markierte das gefeierte Regiedebüt von Hollywoodstar Bradley Cooper, der sich für dieses Mammutprojekt nicht nur hinter die Kamera stellte, sondern auch die Hauptrolle übernahm. An seiner Seite glänzte Pop-Superstar Lady Gaga in ihrer ersten großen Kino-Hauptrolle. Der Film traf den Nerv des Publikums und avancierte im Handumdrehen zu einem der großen Oscar-Favoriten der Kinosaison.

Eine zeitlose Geschichte von Ruhm und Absturz

Die Handlung greift den Kern der bereits mehrfach verfilmten Geschichte auf: Ein alternder, zusehends alkoholsüchtiger Rockmusiker namens Jackson Maine (Bradley Cooper) entdeckt in einer kleinen Bar die talentierte, aber völlig unscheinbare Sängerin Ally (Lady Gaga). Er fördert ihr Talent, bringt sie auf die großen Bühnen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch während Allys Stern rasant aufsteigt und sie zu einem Pop-Star mutiert, stürzt Jacksons Karriere aufgrund seiner Dämonen und seines Tinnitus immer tiefer in die Krise.

Neben der darstellerischen Leistung wurde vor allem die schier unglaubliche Chemie zwischen den Hauptdarstellern gelobt. Die live performten Duette – angeführt von dem Welthit „Shallow“ – gingen direkt unter die Haut. Der Film bot zudem einen bitteren, realistischen Einblick in die Schattenseiten der modernen Musikindustrie, in der der Druck des Showbusiness oft schwerer wiegt als das künstlerische Talent. Zwar ließen manche erzählerischen Nebenstränge etwas Tiefe vermissen, doch das wurde durch die herausragende Kameraarbeit und den wuchtigen Ton mehr als ausgeglichen.

Das hart umkämpfte Oscar-Rennen 2018/2019

Damals galt das Rennen um die Academy Awards als eines der spannendsten seit Jahren, da gleich mehrere hochkarätige Werke um die Gunst der Kritiker buhlten.

* First Man: Regisseur Damien Chazelle erzählte darin die visuell atemberaubende, aber emotional sehr unterkühlte Geschichte von Neil Armstrong (gespielt von Ryan Gosling) und den oft lebensgefährlichen Strapazen der Mondmission.
* Green Book – Eine besondere Freundschaft: Das warmherzige, auf wahren Begebenheiten beruhende Road-Movie über einen afroamerikanischen Konzertpianisten und seinen grobschlägigen italo-amerikanischen Chauffeur im rassistischen Süden der USA der 1960er Jahre. Der Film sollte am Ende des Tages sogar den wichtigsten Oscar als „Bester Film“ gewinnen.
* **Roma**: Alfonso Cuaróns tiefgreifendes, in wunderschönem Schwarz-Weiß gedrehtes Netflix-Meisterwerk über eine Haushälterin in Mexiko-Stadt der 1970er Jahre, das ebenfalls im Hauptrennen mitmischte.

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Fazit

Auch wenn A Star Is Born am Ende bei den ganz großen Hauptkategorien der Oscars etwas kürzer treten musste als zunächst erhofft, holte der Film völlig verdient den Academy Award für den Besten Filmsong („Shallow“). Bis heute bleibt Coopers Regiedebüt ein hochemotionales, musikalische Meisterwerk, das im Kinojahr 2018 bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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