Ninjas sind schon was Cooles. Bereits in den Actionfilmen der 80er-Jahre hatten die gedungenen Maskenmänner eine ungeheure Anziehungskraft. Mittlerweile sind Geschichten um Ninjas etwas ins Hintertreffen geraten.
Ein Ninja als Bodyguard
In Shinobi Undercover ist Yodaka der Beste seines Faches. Für seine Organisation erledigt er Meucheljobs mit einer bemerkenswerten Präzision. In seinen Kreisen ist sein Talent gefürchtet. Doch mit seinem neuesten Auftrag wird es selbst dem abgebrühten Auftragsassassinen zu heikel.
Weil er noch ein junger Mann ist, soll er ausgerechnet in einer Highschool als Bodyguard agieren. Oberschülerin Aoi Mukai, eine hübsche, aber unglaublich trottelige junge Frau, muss beschützt werden. Und Yodaka ist genau der Richtige für den Job, oder nicht?

Buchcover | © Ippon Takegushi, Santa Mitarashi / SHUEISHA Inc.
Zu dumm, dass der Ninja-Killer so gar nicht mit Menschen, geschweige denn Mädchen kann. Alleine die Kontaktaufnahme wird vom Protagonisten dieser Geschichte zur anstrengenden Tour de Farce. Mehr schlecht als recht freunden sich beide trotzdem an. Und das keine Sekunde zu spät, denn die bösen Attentäter warten schon auf dem Schulhof.
Ninja-Action trifft auf Highschool-Komödie
Ninja-Action trifft auf Highschool-Komödie. Die Geschichte des Undercover-Ninjas wird zu einer Mischung aus 21 Jump Street und Naruto. Deutlich auf eine recht junge Leserschaft abgestimmt, ist das Ninja-Spektakel mit viel Slapstick und Romantik-Herumeierei aufgeladen. Da mag der schüchterne Schüler gar nicht zum eiskalten Killer passen.
Wer auf humorige Schulmädchengeschichten steht und einen Hauch Ninja mag, sollte sich das Highschool-Abenteuer ruhig einmal geben.
Wer aber mehr Ninja erwartet, ist dann doch besser mit Basilisk oder Naruto beraten.

Buchdicke | © Ippon Takegushi, Santa Mitarashi / SHUEISHA Inc.
Der Auftakt dieser Ninja-Bodyguard-Geschichte ist zumindest recht vielversprechend. Besonders, wenn dann die ersten Killer auftauchen, die natürlich auch sofort als Oberschüler durchgehen. In Japan fängt man eben schon früh mit der Assassinen-Ausbildung an.
Vielversprechender Auftakt
Mir waren dann aber diese künstlichen Panikattacken von Yodaka doch etwas zu viel. Dass er nicht einmal ein Wort gerade herausbekommt, ist dann schon etwas anstrengend. Aber vielleicht gehöre ich hier einfach nicht zur Zielgruppe.
Dafür weiß aber das detailreiche Artwork zu überzeugen.

Buchrückseite | © Ippon Takegushi, Santa Mitarashi / SHUEISHA Inc.
Shinobi Undercover 1 liefert einen unterhaltsamen Mix aus Ninja-Action, Highschool-Komödie und etwas Romantik. Wer vor allem humorvolle Schulgeschichten mit einem ungewöhnlichen Protagonisten sucht, bekommt hier einen vielversprechenden Auftakt. Wer dagegen möglichst viel klassische Ninja-Action erwartet, dürfte mit anderen Genrevertretern besser aufgehoben sein.
Yodakas soziale Unsicherheit kann dabei durchaus anstrengend werden, gleichzeitig sorgt genau dieser Gegensatz zwischen eiskaltem Auftragskiller und völlig überfordertem Schüler für einige humorvolle Momente. Besonders das detailreiche Artwork fällt positiv auf und macht neugierig darauf, wie sich die Geschichte in den kommenden Bänden weiterentwickelt.
Details zum Manga
Shinobi Undercover 1
Ippon Takegushi
Santa Mitarashi
Shinobi Undercover
Carlsen Manga!
30. Juni 2026
192 Seiten
125 x 187 mm
978-3-551-80824-0
Ab 12 Jahren
8,00 € (DE)
Shinobi Undercover – die Reihe
Shinobi Undercover verbindet Ninja-Action mit Comedy und Slice of Life und richtet sich an Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Die Serie ist noch nicht abgeschlossen, weitere Bände sind in Planung.
Wer also Lust auf einen ungewöhnlichen Bodyguard, Schulalltag und jede Menge Ninja-Chaos hat, darf gespannt sein, wie sich Yodakas Mission weiterentwickelt.
Bildrechte: Carlsen
