Wie generisch kann ein Survival-Thriller eigentlich sein? Die Antwort liefert Apex nahezu perfekt.
Überleben nach Schema F
Charlize Theron spielt Sasha, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag in die australische Wildnis reist, um sich selbst wiederzufinden. Doch aus der Selbstfindung wird schnell ein Überlebenskampf, als sie von einem skrupellosen Jäger verfolgt wird.
Das Problem dabei: Bereits nach wenigen Minuten ist praktisch der komplette Film vorhersehbar.

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Sasha trauert noch immer um ihren verstorbenen Partner und sucht in der Abgeschiedenheit Australiens Ruhe und einen Neuanfang.
Trauer wird zum Überlebenskampf
Doch statt inneren Frieden findet sie einen psychopathischen Jäger namens Bobby, der Menschen lieber durch den Dschungel hetzt als Wildtiere. Was folgt, ist ein Katz-und-Maus-Spiel durch die beeindruckende Natur Australiens, bei dem Sasha nicht nur ums Überleben kämpft, sondern sich gleichzeitig ihren eigenen Ängsten stellen muss.
Jede Wendung ist vorhersehbar
Bereits mit Bobbys erstem Auftritt ist klar, wie sich der Film entwickeln wird. Er wird Sasha jagen, irgendwann überwältigen, sie wird entkommen, eine Falle vorbereiten und am Ende nicht nur ihren Verfolger besiegen, sondern gleichzeitig ihr persönliches Trauma überwinden. Theoretisch sind das Spoiler – praktisch jedoch nur für Zuschauer, die noch nie einen Thriller gesehen haben.

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Apex arbeitet jede Station seiner Geschichte nach bekanntem Muster ab und überrascht zu keinem einzigen Zeitpunkt. Die knapp zwei Stunden fühlen sich dadurch deutlich länger an, als sie eigentlich sind.
Charlize Theron rettet, was zu retten ist
Charlize Theron macht ihre Sache ordentlich. Sie wirkt körperlich glaubwürdig, spielt entschlossen und verleiht Sasha genügend Stärke, damit man ihr den Überlebenskampf abnimmt. Viel mehr lässt das Drehbuch allerdings nicht zu.
Auch Taron Egerton (Kingsman: The Secret Service) bleibt deutlich unter seinen Möglichkeiten. Seine Figur Bobby erinnert phasenweise an Kevin Wendells Crumb aus Split, besitzt jedoch keinerlei Tiefe oder interessante Facetten. Über seine Vergangenheit erfährt man lediglich, dass er keine schöne Kindheit hatte und heute offenbar Gefallen daran findet, Menschen zu Beef Jerky zu verarbeiten. Das reicht als Motivation kaum aus, um einen spannenden Antagonisten zu erschaffen.
Australien ist der eigentliche Star
Der größte Pluspunkt des Films ist tatsächlich die Kulisse. Die australische Wildnis wird eindrucksvoll eingefangen und sorgt immer wieder für atmosphärische Bilder. Dichte Wälder, felsige Schluchten und endlose Landschaften erzeugen deutlich mehr Spannung als die eigentliche Handlung.
Leider nutzt der Film diese beeindruckende Umgebung hauptsächlich als Hintergrund für immer neue Verfolgungssequenzen. Gerade bei der langen Laufzeit hätte man einige dieser Szenen problemlos kürzen und stattdessen den Figuren mehr Tiefe verleihen können.

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Apex ist ein Survival-Thriller, der zu keinem Zeitpunkt aus seiner Komfortzone herauskommt.
Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel
Charlize Theron und Taron Egerton liefern solide Leistungen ab, die wunderschöne australische Landschaft weiß zu gefallen und technisch gibt es wenig zu beanstanden. Doch ein Thriller lebt von Überraschungen, Spannung und unvorhersehbaren Wendungen – genau daran mangelt es hier gewaltig.
Für Sasha mag dieser Überlebenskampf unvergesslich bleiben. Für den Zuschauer verblasst Apex jedoch bereits wenige Minuten nach dem Abspann.
Trailer
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