Wer von uns hat nicht schon einmal fluchend vor dem Spielbrett gesessen, weil die Verbindung von Berlin nach Paris in der letzten Sekunde weggeschnappt wurde? Der Brettspiel-Dauerbrenner Zug um Zug (im Original: Ticket to Ride) gehört seit über 20 Jahren in jedes gut sortierte Spieleregal. Jetzt will Netflix diesen Nervenkitzel auf den heimischen Bildschirm bringen.
Wie das US-Branchenmagazin Deadline exklusiv berichtet, hat sich der Streaming-Riese die weltweiten Rechte an der Marke gesichert. Und der Plan ist ambitioniert: Ein Spielfilm befindet sich bereits in der aktiven Entwicklung.
Volle Fahrt voraus: Das Team hinter dem Projekt
Netflix überlässt hier nichts dem Zufall. Für das Drehbuch wurden Ben Mekler und Chris Amick verpflichtet. Die beiden haben bereits bewiesen, dass sie Stoffe mit Herz und Humor umsetzen können. Besonders spannend für Fans: Alan R. Moon, der Schöpfer des Originalspiels, ist als Executive Producer mit an Bord. Das lässt hoffen, dass der Kern dessen, was das Spiel so besonders macht – die Strategie, das Reisen und das (hoffentlich friedliche) Blockieren der Mitspieler – im Film nicht verloren geht.
Nicht nur ein Film: Die große Brettspiel-Offensive
Der Deal zwischen Netflix und dem Spiele-Publisher Asmodee umfasst jedoch weit mehr als nur einen einzelnen Spielfilm. Die Vereinbarung deckt sowohl geskriptete als auch ungeskriptete Formate ab. Das bedeutet im Klartext: Wir könnten in Zukunft auch Serien oder sogar Reality-Shows im Zug um Zug-Universum sehen.
Damit setzt Netflix einen klaren Trend fort. Erst kürzlich sicherte sich der Dienst die Rechte an Die Siedler von Catan. Zusammen mit Erfolgen wie Arcane, Castlevania oder der kommenden Assassin’s Creed-Serie zeigt sich deutlich: Gaming (egal ob digital oder analog) ist für Netflix das nächste große Ding.
Ein moderner Klassiker erobert die Welt
Seit dem Launch im Jahr 2004 hat sich Zug um Zug zu einem echten Popkultur-Phänomen entwickelt. Mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren und Übersetzungen in mehr als 30 Sprachen ist es eines der erfolgreichsten modernen Brettspiele überhaupt. Das einfache, aber fesselnde Prinzip – farbige Waggon-Karten sammeln, um Städte auf einer Landkarte zu verbinden – bietet die perfekte Vorlage für ein großes Abenteuer-Epos. Ob wir eine historische Reise in die Pionierzeit der Eisenbahn erleben oder eine modernere Interpretation, bleibt abzuwarten. Zug um Zug und seine zahlreichen Ableger bieten genügend Material.
Was meint ihr? Hat eine Brettspiel-Verfilmung ohne klassische Story-Vorlage das Zeug zum Hit, oder bleibt das Ganze auf dem Abstellgleis hängen? Schreibt es mir in die Kommentare!
Bildquelle: myofb.de / Erstellt mit Unterstützung von KI
