You Can See Everything

Blick in den Abgrund der Selbstinszenierung: Kritikerhit „You Can See Everything“ startet im Dezember

Die Geschichte der Theranos-Gründerin

von Markus Grunwald

Nach einem umjubelten Start in den US-Kinos bringt Sony Pictures Entertainment den gefeierten Dokumentarfilm You Can See Everything nach Deutschland.

34 Tage bis zum Gefängnis: Darum geht es in „You Can See Everything“

Die Ausnahme-Regisseure Nathan Fielder und Lance Oppenheim wagen darin eine schonungslose, vielschichtige Auseinandersetzung mit der berüchtigten Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes. Was als persönliche Dokumentation beginnt, entwickelt sich schnell zu einer zutiefst beunruhigenden Betrachtung über Manipulation, Schein und Sein im Medienzeitalter. Der bundesweite Kinostart steht fest: You Can See Everything startet am 3. Dezember 2026 exklusiv in den Kinos.

Lediglich 34 Tage verbleiben der verurteilten Silicon-Valley-Betrügerin Elizabeth Holmes vor ihrem offiziellen Haftantritt. In dieser extremen Phase lädt sie ein skeptisches Filmteam dazu ein, ihren Alltag auf Schritt und Tritt mit der Kamera zu begleiten. Doch das vermeintlich intime Porträt einer rätselhaften Persönlichkeit schlägt rasch eine unerwartete Richtung ein.

Über einen Zeitraum von drei Jahren entfaltet sich ein faszinierender wie verstörender Blick hinter die Kulissen, der fundamentale Fragen nach der Konstruktion von Wahrheit, obsessiver Selbstinszenierung und der verführerischen Macht bewegter Bilder stellt.

Für das Regie-Duo Lance Oppenheim (Spermworld, Ren Faire) und Nathan Fielder (The Rehearsal, Nathan for You, The Curse) markiert das Werk eine weitere meisterhafte Grenzwanderung zwischen Dokumentation, menschlicher Tragikomödie und psychologischem Kammerspiel.

Begeisterung bei der US-Kritik

Seit seinem US-Kinostart am 16. Oktober überschlagen sich die Stimmen der internationalen Fachpresse. Gelobt wird vor allem der mutige, unkonventionelle Ansatz, der sich weigert, einfache Antworten zu liefern, und das Publikum stattdessen herausfordert, den schmalen Grat zwischen Reue und kalkulierter Performance selbst zu ergründen.

Bildrechte: Sony Pictures Germany

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