05th Feb2011

Duell der Magier (2010) | Filmkritik

von

NA

Wir schreiben das Jahr 740 A.D. und der mächtige Zauberer Merlin hat drei treu ergebene Schüler in der Kunst der Magie unterrichtet. Doch unter ihnen ist ein Lehrling, welcher sich von seinem Meister abwendet. Maxim Horvath (Alfred Molina) verbündet sich mit der dunklen Zauberin Morgana le Fay (Alice Krige) und betrügt seinen einstigen Lehrer. In einem Kampf wird Merlin tödlich verwundet und als die beiden anderen Schüler Balthazar Blake (Nicolas Cage) und Veronica Gorloisen (Monica Bellucci) eintreffen ist es bereits zu spät. Während Balthazar sich einem Kampf mit Horvath stellt, versucht Morgana sich in den Kampf einzumischen. Veronica schafft es aber dies zu verhindern und sperrt die Seele der bösen Zauberin in ihren eigenen Körper ein. Als diese versucht Veronica von innen heraus zu töten, bleibt Balthazar nur eine Möglichkeit. Er sperrt beide gemeinsam in Grimhold, ein magisches Gefängnis in der Form einer Babuschka-Puppe. Mit seinem letzten Atemzug überreicht Merlin ihm zudem seinen Drachenring, welcher seinen Nachfolger im Kampf gegen Morgana finden soll. Denn einzig und allein der wahre Nachkomme von Merlin wird Morgana endgültig besiegen können. Balthazar begibt sich auf die anstrengende Suche nach dem Auserwählten und die Jahrhunderte vergehen.

Im Jahr 2000 gerät der zehnjährige Dave Stutler (Jake Cherry) durch einen Zufall in ein altes Antiquitätengeschäft, welches von Balthazar bewohnt wird.  Als der Drachenring zum Leben erwacht und sich um den Finger des Jungen schlängelt, scheint der Zauberer am Ziel angekommen zu sein. Durch ein Missgeschick erscheint jedoch auch Horvath und greift Balthazar an. Während des Kampfes geraten beide Zauberer in eine magische Vase, welche sie für zehn Jahre einsperrt. Der geschockte Dave rennt aus dem Gebäude, behält den Drachenring aber in seinem Besitzt. Zehn Jahre später kommt es erneut zum Treffen zwischen Dave (Jay Baruchel) und Balthazar. Endlich kann das Training des Schülers beginnen, um Morgana endgültig zu bekämpfen. Doch auch Horvath ist wieder frei und versucht alles um seine Meisterin Morgana zu entfesseln.

Im Jahr 1797 schrieb niemand Geringeres als Johann Wolfgang von Goethe die Ballade „Der Zauberlehrling“, welche dem Leser über die Taten eines Zauberlehrlings berichtet, der ganz alleine zu Hause ist und einen Zauberspruch seines Meisters ausprobiert – mit einigen Komplikationen. Nun unternimmt dieser Magier eine Reise in das Manhattan der Neuzeit und kämpft mit seinem Mentor gegen die bösen Gegenspieler, welche die magische Kraft missbrauchen.

Als Produzent war bei der Verfilmung von Duell der Magier Jerry Bruckheimer am Werk, welcher schon für Blockbuster wie Beverly Hills Cop, Das Vermächtnis der Tempelritter und die Fluch der Karibik-Reihe verantwortlich war. Im Jahr 2010 musste er jedoch bereits einen Rückschlag hinnehmen als die Videospielverfilmung Prince of Persia: Der Sand der Zeit hinter den Erwartungen zurückblieb. Dies sollte Duell der Magier eigentlich vermeiden, doch auch dieser Plan scheiterte und das obwohl der Film all die wichtigen Elemente für einen Blockbuster beinhaltet. Bekannte Schauspieler, beeindruckende Effekte und eine leichte Story.

In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.

Als Hauptdarsteller treten Nicolas Cage und Jay Baruchel in den Vordergrund. Ersterer kann für 2010 auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Für seine Leistungen in Kick-Ass und Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen erntete er überwiegend positive Kritiken und in Duell der Magier arbeitete er erneut mit Regisseur Jon Turteltaub (Das Vermächtnis der Tempelritter) zusammen. In dem magischen Walt Disney-Film hat der Schauspieler jedoch nicht viel zu tun und meistert seinen Part ohne besondere Vorkommnisse. Ebenso Jay Baruchel überrascht nicht und spielt wie gewohnt die Rolle des nerdigen Außenseiters, welcher am Ende die Frau bekommt. Diese Rolle konnte er bereits in seinen vergangenen Filmen zu Genüge üben. Die weibliche Liebschaft, welche durch Teresa Palmer verkörpert wird, bleibt genau so blass wie ihre männlichen Kollegen. An einigen Stellen wirkt sie sogar nervtötend, wenn sie zum wiederholten Mal unter den Klängen von One Republic auf der Kinoleinwand erscheint.

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Umschlossen von einer schwachen Story haben die Schauspieler keine Möglichkeit sich zur Entfaltung. Ausschließlich die Effekte machen den Film wirklich sehenswert. Denn neben den einfachen Zaubertricks wie genretypische Energie- und Feuerbälle, wartet der Film auch mit einigen großen Actionszenen auf. So erwacht nicht nur ein tonnenschwerer Metall-Stier zum Leben und jagt die Protagonisten, auch ein riesiges Drachenkostüm verwandelt sich in China Town zu einer Kreatur aus Fleisch und Blut. Auf der Seite der Helden unterstützt jedoch ein fliegender Metall-Adler die beiden Zauberer. Die Effekte sind optimal integriert und machen richtig Spaß anzuschauen. Es ist jedoch Schade, dass sich der Film an vielen Stellen nicht ernst genug nimmt. Gibt es noch einige nette Anspielungen an vorherige Disney-Klassiker wie der Zauberlehrling aus Fantasia oder ein Captain Buzz Lightyear Wecker aus Toy Story, wirken die restlichen Parallelen zu Star Wars oder Indiana Jones einfach übertrieben, unlustig und fehl am Platz. Somit ist Duell der Magier eigentlich genau das, was man vorab von ihm erwartet hatte. Eine schwache Story, solide Schauspieler und bemerkenswerte Effekte sorgen für kurzweilige Unterhaltung und können für den gewünschten, netten Filmabend sorgen, den man dann aber auch schnell wieder vergessen hat.

Cast & Crew

Regie: Jon Turteltaub
Drehbuch: Lawrence Konner, Mark Rosenthal, Matt Lopez
Produktion: Jerry Bruckheimer
Musik: Trevor Rabin
Schauspieler: Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Monica Bellucci, Teresa Palmer

Bewertung

Bewertung_6

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