14th Sep2017

I am Bolt (2016) | Filmkritik

I am Bolt

Im Jahr 2016 erschien ein Film, auf den viele Sportbegeisterte und Fans des Sprinters lange gewartet haben. I am Bolt eroberte die Kinos und Leinwände. Kein Wunder, dass der Film durchaus erfolgreich anlief, schließlich wurde das Leben des „schnellsten Manns der Welt“ verfilmt. Mit vielen direkten Aufnahmen und Szenen lässt der Film den Zuschauer am Geschehen in den Sportarenen und Stadien dieser Welt unmittelbar teilhaben.

iambolt_1 I am Bolt erschien 2016 gerade zum richtigen Zeitpunkt, um ein Fazit seiner Karriere zu ziehen. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte der Jamaikaner Usain Bolt bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Vor allem der Sprint über 100 Meter ging in die Geschichtsbücher ein. Seinen stärksten Konkurrenten Yohan Blake verwies Bolt auf die hinteren Plätze und lief selbst eine Zeit von 9,63 Sekunden.

Dies bedeutete nicht nur die Goldmedaille, sondern auch noch den olympischen Rekord. Schneller ist diese Distanz bislang kein Mensch gelaufen. Doch auch über 4 x 100 Meter Staffel gewann Bolt – zusammen mit den Teamkollegen Blake, Frater und Carter. Hier erreichte das Männerquartett eine weitere Rekordzeit von 36,84 Sekunden.

Diese Ereignisse zusammen bescherten Usain Bolt das erfolgreichste Jahr seiner Karriere. All diese Rekorde, Emotionen und Reaktionen der anderen Sportler konnten im Film aufgenommen werden. Eine besondere Atmosphäre entsteht dadurch, dass die Aufnahmen unverfälscht und unverändert Eingang in den Film finden – ein Gefühl, als wäre der Zuschauer direkt dabei gewesen.

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Neben der Karriere als Spitzensportler zeigt sich Bolt im Film aber auch als Privatmensch. Trainingsabläufe, Essgewohnheiten und die Freizeitgestaltung werden ebenso gezeigt wie das Familienleben.

Hier zeigt sich, dass Bolt trotz des massiven Erfolgs auf dem sprichwörtlichen Boden geblieben ist. Der Mann, der auf der Rennstrecke wie eine Rakete durchstartet, führt privat ein eher ruhiges und entspanntes Leben.

Dieser Gegensatz wird in I am Bolt gut herausgestellt und aufgezeigt, da Bolt über einen längeren Zeitraum von Kameras begleitet wurde und deshalb viele unterschiedliche Szenen und Situationen eingefangen werden konnten. Es muss betont werden, dass der Film die Person Bolt zwar gut darstellt, der gesamten sportlichen Karriere aber nicht vollends gerecht wird.

Der im Vergleich erfolgreichste Sprinter aller Zeiten wird überwiegend deskriptiv präsentiert, während die sportlichen Erfolge nicht so zur Geltung kommen, wie sie es verdient hätten.

Einen interessanten Einblick gibt es aber abschließend dennoch: Vor laufender Kamera spricht Bolt über die Pläne, die er nach dem Ende seiner Karriere verfolgt. Lange wird Bolt dieses Niveau nicht mehr halten können – in die Zukunft blickt Bolt dennoch optimistisch. Wie nun bereits bekannt ist, beendete Bolt nach den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August 2017 in London seine sportliche Karriere.

Trailer

Cast & Crew

Regie: Gabe Turner, Benjamin Turner
Produzent: Leo Pearlman
Kamera: Patrick Smith
Darsteller: Usain Bolt, Neymar, Pelé, Serena Williams, Asafa Powell

Bewertung

Bewertung_6

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