11th Aug2010

Beilight: Bis(s) zum Abendbrot (2010) | Filmkritik

von

Beilight

Bei ihrer neusten Parodie haben sich die Regisseure Jason Friedberg und Aaron Seltzer (Fantastic Movie) von der Blutsauger-Euphorie anstecken lassen und konzentrieren sich überwiegend auf die Geschichte der erfolgreichen „Twilight“-Reihe. Im Mittelpunkt steht bei ihnen die tragische Liebesgeschichte zwischen dem Mädchen Becca (Jenn Proske) und dem düsteren Vampir Edward (Matt Lanter). Als würde dieses ungleiche Paar nicht schon genug Probleme zu beseitigen haben, mischt sich der Werwolf Jacob (Chris Riggi) noch ein und vervollständigt das Beziehungsdreieck. Wie der Titel in Deutschland schon verrät, orientiert sich die Geschichte an den ersten beiden „Twilight“-Filmen Twilight – Biss zum Morgengrauen und New Moon – Biss zur Mittagsstunde.

Die Story des bekannten Vorbildes wurde an den meisten stellen identisch kopiert und bietet dabei wenig Platz für eigene Kreationen. Jedem, der schon das Vergnügen hatte einen Film von Jason Friedberg und Aaron Seltzer zu sehen, wird aber bemerkt haben, dass in ihren Filmen die Story alles andere als durchdacht ist und sehr stark in den Hintergrund rückt.

Nach einer enormen Masse an schlechten Parodien wie Date Movie, Fantastic Movie, Meine Frau, die Spartaner und ich und Disaster Movie hat das Duo Jason Friedberg und Aaron Seltzer wohl nun herausgefunden, dass man zur Zeit mit einem Vampirfilm für etwas Geld in den Kassen sorgen kann. Was lag also näher als das große Zugpferd dieses Hypes mal ordentlich auf die Schippe zu nehmen und den  Film Beilight – Bis(s) zum Abendbrot zu entwerfen. Dabei änderten die Regisseure nun aber ihre alte Taktik und anstatt so viele Filme wie möglich in kurzer Zeit spöttisch zu imitieren, haben sie sich nun fast komplett auf die „Twilight“-Reihe fokussiert.

Leider ändert diese Entwicklung nichts an der Tatsache, dass die beiden einfach keinen lustigen Film drehen können. Die Filmemacher bemerken einfach nicht den Unterschied zwischen einer gelungenen Satire und ihrer banalen Kopie von Szenen. Auch wenn die Schauspieler, von denen generell in diesem Film nicht viel verlangt wird, die Macken der „Twilight“-Stars Kristen Stewart,  Robert Pattinson, Taylor Lautner überspitzt darstellen, scheitert das gesamte Projekt bereits am Drehbuch, welches nicht einen witzigen Einfall beinhaltet.

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Trotz des überwiegenden Fokus auf die Vampirsaga lassen die Regisseure natürlich keinen Spott über einen Prominenten aus und zahlreiche Stars oder diejenigen die es sein wollen, bekommen einen ungewollten Auftritt. Dieses Mal vertreten sind unter anderem Tiger Woods, die Kardashians, die Jonas Brothers, Lindsay Lohan, George Clooney, Chris Brown und Lady Gaga. Ebenfalls ein paar richtige Filme haben sich in diesen Streifen verirrt und neben Alice im Wunderland und Paranormal Activities schrecken die Regisseur nicht einmal davor zurück den Klassiker Psycho von Alfred Hitchcock zu verunglimpfen. Weitere Anspielungen auf die Serie Gossip Girl, Kanadier und die Sociel Networks „Facebook“ und „Twitter“ komplettieren das Werk endgültig.

„Neuer Film, alte Regisseure.“ Diese Aussage beinhaltet eigentlich alles was man wissen muss. Letztendlich stellt sich einem eigentlich nur die Frage, ob Jason Friedberg und Aaron Seltzer persönlich über ihre Anhäufung von pubertären Witzen lachen können. Denn ihr neustes Werk ist albern, aber an keiner Stelle lustig. Bitte macht einen großen Bogen um dieses Werk!

Cast & Crew

Regie: Jason Friedberg, Aaron Seltzer
Drehbuch: Jason Friedberg, Aaron Seltzer
Darsteller: Matt Lanter, Chris Riggi, Jenn Proske, Anneliese van der Pol, Ken Jeong

Bewertung

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