22nd Mai2012

Super 8 (2011) | Filmkritik

von

Super 8

Im Sommer 1979 verliert der 14-jährige Joe Lamb (Joel Courtney) seine Mutter, die bei einem Fabrikunfall ums Leben kommt. Fortan muss Joes Vater, Deputy Jackson Lamb (Kyle Chandler), seinen Sohn alleine großziehen. Das Vater-Sohn-Verhältnis steht jedoch unter keinem guten Stern.

Vier Monate vergehen und Joe denkt nach wie vor noch immer pausenlos an seine verstorbene Mutter. Um sich abzulenken hilft er seinem Freund Charles Kaznyk (Riley Griffiths) bei einem Low-Budget-Zombie-Film, den die Kinder mit einer Super 8 Kamera aufzeichnen wollen. Als Schauspieler helfen die Freunde Preston (Zach Mills), Martin (Gabriel Basso) und Cary (Ryan Lee) aus.

Für die weibliche Hauptrolle kann Charles Freundin Alice (Elle Fanning) überreden. Diese schafft es sogar eines Abends das Auto ihres Vaters zu stehlen, so dass das kleine Filmteam bei Nacht zu einem Zug-Depot fahren kann, um dort eine dramatische Liebesszene zu drehen.

Während der Dreharbeiten geschieht jedoch ein katastrophales Zugunglück als ein Pick-Up Truck auf den Gleisen mit einem Zug kollidiert. Die Freunde überleben das Unheil und kommen mit dem Schrecken davon. Als sie anschließend jedoch durch die Trümmer wandern, entdecken sie am Steuer des Pick-Up Trucks ihren Biologielehrer Dr. Woodward (Glynn Turman).

Er befielt ihnen, dass sie niemals darüber sprechen dürfen was sie soeben gesehen haben. Augenblicke später erreicht die US Air Force, geführt von Oberst Nelec (Noah Emmerich) die Unglücksstelle und die Kinder fliehen.

In den folgenden Tagen ereignen sich in dem kleinen Städtchen jedoch immer mehr merkwürdige Zwischenfälle und Leute verschwinden auf mysteriöse Art und Weise. Etliche Soldaten bevölkern die Stadt, geben jedoch keinerlei Auskunft über ihre Befehle oder die unerklärlichen Missstände.

Die Kinder rund um Joe befürchten, dass der Zugunfall der Beginn dieser Ereignisse war und beginnen mit der Suche nach den Hintergründen.

Der US-amerikanische Regisseur J. J. Abrams bewies bereits mit den Fernsehserien Lost und Fringe – Grenzfälle des FBI, dass er das Genre Mystery beherrscht. Spätestens nach dem Kassenschlager Star Trek im Jahr 2009 eroberte er auch die große Kinoleinwand für sich. Im Jahr 2011 verknüpfte er nun seine Erfahrungen aus dem Serienbereich mit dem Kino. Als Resultat entstand der Science-Fiction-Film Super 8.

Bei der Handlung des Films wurde J. J. Abrams von niemand geringerem als Steven Spielberg unterstützt, der ebenfalls als Produzent bei dem Film tätig war. Beide gehören in Hollywood wohl zu den letzten Menschen, die ein Geheimnis für sich behalten können, denn die Geschichte zu Super 8 war bis zum Kinostart noch ein großes Mysterium. Selbst Trailer warfen eher weitere Fragen auf als eine konkrete Story zu präsentieren und erst mit dem Kinostart wurden dem Publikum alle Fragen beantwortet.

Was der Zuschauer jedoch für seine Wartezeit bekommen hat, ist ein handwerklich perfektes, emotional erzähltes Werk, das an die Steven Spielberg Filme der 80er Jahre erinnert. Eine einzigartige Mischung aus Spektakel und Gefühlen. Mit einer ordentlichen Portion Nostalgie dank den Super 8-Aufnahmen.

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Besonders bemerkenswert dabei ist das Talent der Jungschauspieler, welche den Film überwiegend auf ihren teils unerfahrenen Schultern tragen müssen.
Die Hauptrolle des Joseph „Joe“ Lamb wird von Joel Courtney verkörpert, der zuvor ein unbeschriebenes Blatt im Filmgeschäft war. Glaubhaft und gefühlvoll spielt er einen Charakter, der mit dem Verlust seiner Mutter zu kämpfen hat und bei der Beziehung zu seinem Vater bei Null beginnen muss. Diese Entwicklung durchlebt der Junge in 112 Minuten Spielzeit und reift mit jeder Szene.

Diese hervorragende Leistung wird jedoch von Elle Fanning in der Rolle der Alice „Allie“ Dainard nochmals übertrumpft. Die jüngere Schwester der Schauspielerin Dakota Fanning konnte bereits in einigen Produktionen Erfahrung sammeln und überzeugt in Super 8 mit einer idealen Mischung aus kindlicher Unschuld und erwachsender Reife. Auch die restlichen Freunde, gespielt von Riley Griffiths, Zach Mills, Gabriel Basso und Ryan Lee überraschen positiv in ihren Rollen.

Super 8 überzeugt nicht nur als Coming-of-Age-Film, sondern schmückt dies mit einer atmosphärischen Sci-Fi-Geschichte aus und bietet jedem Beobachter erstklassige Unterhaltung. Das große Geheimnis des Sommers 2011 ist gelüftet – Super 8 ist ein ganz großes Werk!

Cast & Crew

Regie: J. J. Abrams
Drehbuch: J. J. Abrams
Musik: Michael Giacchino
Schauspieler: Joel Courtney, Elle Fanning, Kyle Chandler, Riley Griffiths, Ryan Lee, Ron Eldard

Bewertung

Bewertung_9

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