12th Jul2010

Kiss & Kill (2010) | Filmkritik

von

KissKill

Nachdem sie von ihrem Freund verlassen wurde, reist die übervorsichtige Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) zusammen mit ihren Eltern (Tom Selleck und Catherine O’Hara) nach Nizza, Frankreich, um dort die Trennung zu verarbeiten. Als sie im Hotel ankommt trifft sie im Aufzug auf den charismatischen Spencer (Ashton Kutcher), welcher sie spontan für den Abend zu einem Date einlädt. Was Jen jedoch nicht ahnt ist, dass Spencer nicht im Urlaub in Nizza ist, sondern als geheimer Killer arbeitet und eine Zeitbombe auf der Unterseite eines Hubschraubers anbringen muss.

Nach erledigter Arbeit trifft sich Spencer zu einem romantischen Abend mit Jen. Eine durchzechte Nacht später offenbart Jen, dass sie nicht die spontane Person ist, die sie den ganzen Abend vorgab zu sein und im Gegenzug gesteht ihr Spencer unverblümt, dass er ein Auftragskiller ist. Leider ist Jen bereits eingeschlafen und hat nichts gehört. Trotzdem beschließt Spencer, dass Jen die Frau ist, die er immer gesucht hat und will sie heiraten. Somit wendet er sich von seinem alten Beruf ab und zieht mit Jen zusammen.

Drei Jahre später leben die beiden ein ganz normales Leben in einer friedlichen Nachbarschaft. Dies alles soll sich jedoch ändern, als Spencer eine Postkarte von seinem alten Boss zugeschickt bekommt. Auf seinem Kopf sind nun 20 Millionen US-Doller Kopfgeld ausgesetzt und die freundlichen Nachbarn offenbaren sich unerwartet als Auftragskiller, welche alle die ausgesetzte Prämie einheimsen wollen. Als wäre dies nicht schon genug Stress für die beiden bemerkt Jen auch noch, dass sie schwanger ist. Für die beiden beginnt eine turbulente Flucht.

Kiss & Kill

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In diesem Jahr stehen die romantischen Action-Komödien wieder hoch im Kurs in Hollywood. Wer sich schon im Jahr 2005 für Mr. & Mrs. Smith mit Brad Pitt und Angelina Jolie begeistern konnte, hat nun die freie Auswahl zwischen den Pärchen Gerard Butler und Jennifer Aniston in Der Kautions-Cop, Tom Cruise und Cameron Diaz in Knight And Day, Steve Carell und Tina Fey in Date Night und nun auch Ashton Kutcher und Katherine Heigl in Kiss & Kill. Wer sich dabei für die letztere Variante entscheidet bekommt von Regisseur Robert Luketic (Natürlich blond, Das Schwieger-Monster) einen Film präsentiert, welcher zwischen Action und Komödie festhängt, ohne dabei ein Genre wirklich zu bedienen.

Die Romantik wird durch die schnellen Actionszenen nicht einmal annähernd vermittelt und sobald die Action beginnt, wird sie durch einen unpassenden Witz auch schon wieder unterbrochen. Dabei ist den beiden Schauspielern Ashton Kutcher (Butterfly Effect, Love Vegas) und  Katherine Heigl (Grey’s Anatomy, 27 Dresses) nicht wirklich etwas vorzuwerfen, denn sie spielen das verliebte Pärchen recht überzeugend und können für den ein oder anderen Lacher sorgen. Ebenso Tom Selleck (Magnum) als besorgter Vater bringt einige humoristische Aspekte mit in den Film.

Insgesamt ist dies alles aber eindeutig zu wenig was Regisseur Robert Luketic mit diesem Film abliefert und mehr als ein paar lustige Szenen kann das Endprodukt dann auch nicht vorweisen. Offen bleibt die Frage warum man in Deutschland den Titel von Killers in Kiss & Kill ändern musste. Abschließend wünscht man sich eigentlich nur, dass Ashton Kutcher wieder einmal in eine ernstere Rolle schlüpft und den romantischen Komödien vorerst den Rücken zuwendet.

Cast & Crew

Regie: Robert Luketic
Drehbuch: Bob DeRosa, Ted Griffin
Musik: Rolfe Kent
Darsteller: Ashton Kutcher, Katherine Heigl, Tom Selleck, Catherine O’Hara, Martin Mull

Bewertung

Bewertung_4

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