Was wäre, wenn man dem Tod einmal von der Schippe springt – und er sich anschließend jeden Einzelnen zurückholt? Genau diese Idee machte Final Destination zu einer der bekanntesten Horrorfilmreihen der 2000er-Jahre. Statt eines Killers, Zombies oder übernatürlichen Monsters lauert hier eine unsichtbare Gefahr, die sich kaum aufhalten lässt.
Du wirst den Tod nicht überholen.
Passend zur Halloweenzeit widmen wir uns in Folge 123 von 90s Kids – Durchgezappt statt Streaming-App der gesamten Reihe. Wir starten mit dem ersten Film aus dem Jahr 2000, sprechen über die Fortsetzungen und schauen natürlich auch auf den jüngsten Ableger Final Destination 6: Bloodlines.
Die Entstehung des Horrorhits
Regie bei Final Destination führte James Wong, der gemeinsam mit Glen Morgan und Jeffrey Reddick am Drehbuch beteiligt war. Die Idee für die Geschichte kam Reddick durch einen Zeitungsbericht über eine Frau, die auf den Rat ihrer Mutter hin einen Flug nicht antrat, der später tatsächlich abstürzte. Ursprünglich entwickelte er daraus ein mögliches Drehbuch für die Mysteryserie Akte X. Daraus wurde schließlich ein eigener Kinofilm.
Mit einem Produktionsbudget von rund 23 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit etwa 113 Millionen Dollar ein.
Alex Browning und die verhängnisvolle Vorahnung
Im ersten Film bekommt der Schüler Alex Browning vor einem Flug nach Paris eine erschreckende Vision: Das Flugzeug explodiert kurz nach dem Start. Alex gerät in Panik und verlässt zusammen mit einigen Mitschülern die Maschine. Tatsächlich kommt es zum Unglück – doch die Überlebenden sind damit keineswegs gerettet.
Nach und nach sterben sie unter mysteriösen Umständen. Alex versucht, die Hinweise zu verstehen und herauszufinden, wer als Nächstes an der Reihe ist. Neben Devon Sawa als Alex und Ali Larter als Clear Rivers prägt vor allem Tony Todd als geheimnisvoller William Bludworth die Reihe. Auch Seann William Scott und Kerr Smith gehören zur Besetzung des ersten Films.
Von der Autobahn bis zum Aussichtsturm
Die Fortsetzungen greifen das Grundprinzip immer wieder auf, setzen aber auf neue Katastrophen und Figuren. In Final Destination 2 wird eine Autobahn zur tödlichen Falle. Final Destination 3 führt in einen Freizeitpark, während im vierten Film ein Autorennen zum Ausgangspunkt des Grauens wird. In **Final Destination 5** droht eine Brücke zur Katastrophe zu werden.
Mit Final Destination Bloodlines kehrte die Reihe 2025 zurück. Im Mittelpunkt steht Stefanie, die von wiederkehrenden Albträumen geplagt wird und versucht, ihre Familie vor dem Tod zu bewahren. Der Auftakt rund um einen Aussichtsturm knüpft an die spektakulären Katastrophenszenen der Reihe an.
Die krassesten Tode und die Zeichen des Todes
Das Besondere an Final Destination ist, dass es keinen klassischen Antagonisten gibt. Der Tod tritt nicht als Monster oder Killer auf. Stattdessen entstehen die tödlichen Situationen aus scheinbar harmlosen Zufällen: ein verrutschter Gegenstand, ein technischer Defekt oder eine verhängnisvolle Kettenreaktion.
Wir sprechen über die Figuren, ihre verzweifelten Versuche, das Schicksal auszutricksen, und natürlich über die Todesfälle, die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind. Welche Szene ist am kreativsten inszeniert? Welche hat uns am meisten geschockt? Und bei welchem Film haben wir besonders früh geahnt, was passieren könnte?
Wie geht es mit Final Destination weiter?
Die Reihe spielt mit einer alltäglichen Angst: Was, wenn ein kleiner Zufall genügt, um eine Katastrophe auszulösen? Gleichzeitig macht das Miträtseln einen großen Teil des Reizes aus. Wir vergleichen den Klassiker von 2000 mit **Bloodlines**, blicken auf die Filme dazwischen und küren unsere persönlichen Favoriten.
Und es gibt bereits einen Ausblick: Final Destination 7 steht derzeit für den 12. Mai 2028 im US-Kinokalender von Warner Bros. – Änderungen am Starttermin sind allerdings möglich.
