17th Dez2014

Fatman – The Quark Knight (2014) | Filmkritik

Fatman - The Quark Knight

Bruce Wayne wird zu Juice Wine. Der Joker wird zum Smoker. Schon befinden wir uns in der verrückten Welt von Fatman – The Quark Knight.

Der Film ist eine Low Budget-Persiflage auf Comichelden, genauer gesagt auf den ernst dreinblickenden Fledermausmann, der sich seit 1939 durch Comichefte und Verfilmungen kämpft. Der letzte Filmregisseur, der sich mit dem Thema Batman auseinandergesetzt hat, ist Christopher Nolan. Im Zeitraum von 2005 – 2012 lieferte er seine Batman-Version als gesellschaftskritische Actionfilmreihe. Düster und ernst.

Düster und ernst ist Fatman – The Quark Knight nicht, der sich als Hommage an die Filmtriologie versteht. Stattdessen wird ein Feuerwerk von gespielten Witzen und Slap-Stick abgebrannt, das nicht nur eingefleischten Batman-Fans ein Lachen entlocken dürfte. Leider gehen bei der immensen Gagdichte auch mal einige Pointen daneben. Gerade das Budget betrachtend sind aber Timing und Optik des Films mehr als nur gelungen.

Um die Witze herumschlängelnd zeichnet sich eine Handlung ab, die lose an die Batman-Filme angelehnt ist: Gezeichnet von einem Kindheitstrauma kehrt der junge übergewichtige Juice Wine seiner Heimatstadt Goddamn City den Rücken. Zwei Jahrzehnte später kommt er zurück. Optisch kaum verändert, doch ein Ziel vor Augen: Verbrechern den Garaus zu machen. In erster Linie dem geschminkten Psychopathen The Smoker. Auf seiner Seite steht auch der trottelige Polizei-Commissionaire Garden.

Gespielt wird Commissionaire Garden von Nikolai Will, der im Darsteller-Stab hervorsticht. Klasse gespielt erinnert seine Rolle häufig an Leslie Nielsen und dessen Frank Drebin (Die nackte Kanone). Ebenfalls positiv erwähnenswert ist Stephanie Jost als weiblicher Part und auch Frederik Braun liefert als Bösewicht Smoker eine sehenswerte Performance ab.

Ebenfalls stark: Der Filmsoundtrack. Komponist Oliver Schmidt zitiert mit epochalen Klängen den Original Score von Hans Zimmer und verliert sich dabei trotz Parodie nie in Albernheiten.

An erster Stelle werden bei dieser 30-minütigen Kurzfilmparodie Fans von Nonsenskomödien wie Police Academy oder Die nackte Kanone ihren Spaß haben. Das zusammengebastelt wirkende Kostüm des „dicken Rächers“ fügt zudem einen Trash-Faktor hinzu, der an die irrwitzige Martial Arts-Comedy Kung Pow: Enter the Fist erinnert.

Die Story bleibt dünn, doch trotzdem ist Fatman – The Quark Knight eine wirklich witzige Kurzfilm-Actionkomödie geworden, die das Comichelden-Genre großteils gekonnt, mit saftiger Prise Nonsenshumor aufs Korn nimmt. Der Quarkritter hat die Superheldenprüfung erfolgreich abgeschlossen.

Cast & Crew

Regie: Frederik Braun, Alexander Niemeyer
Drehbuch: Frederik Braun
Musik: Oliver Schmidt
Darsteller: David Karimi Golkar, Nikolai Will, Frederik Braun, Stephanie Jost, Simon Taal, Alexander Niemeyer

Bewertung

Bewertung_7

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Seite benutzt das Plugin Akismet zur Spam-Abwehr. Mit dem Absenden ihres Kommentars stimmen sie unserer Datenschutzerklärung zu.