Yogi Bär (2010) | Filmkritik

Yogi Bär

Yogi und Boo Boo sind zwei Braunbären, die ein Faible für den Diebstahl von Picknickkörben haben. Um an die leckeren Essen der Besucher des Jellystone Parks zu kommen, lassen sich die beide dafür immer wieder die ausgefallensten Ideen einfallen. Parkranger Smith (Thomas Cavanagh) und Jones (TJ Miller) haben alle Hände voll zu tun, Yogi und seinen kleinen Freund Boo Boo von den Diebstählen abzubringen.

Währenddessen erkennt Bürgermeister Brown (Andrew Daly), dass seine Stadt vor einer Finanzkrise steht und durch verschwenderische Ausgaben immer ärmer wird. Um dieses Problem zu lösen und Geld für seinen nächsten Wahlkampf zu erbeuten, entscheidet der Bürgermeister, dass der Jellystone Park abgeholzt und verkauft werden soll.

Parkranger Smith, sowie Yogi und Boo Boo sind entsetzt, als sie erfahren, dass ihre Heimat in Gefahr ist. Zusammen entwickeln sie einen Plan um den jahrhundertealten Park zu retten. Unterstützung finden sie dabei in einer Dokumentarfilmerin namens Rachel (Anna Faris). Doch die Lage scheint hoffnungslos, denn den Parkbewohnern bleibt lediglich eine Woche. Kann Yogi seine Heimat retten?

Die Cartoon-Figur Yogi Bär hatte seinen ersten Auftritt im Jahr 1958 in der Zeichentrickserie “Hucky und seine Freunde”.  1961 schaffte es der schlaue Bär dann mit “The Yogi Bear Show” seine eigene Serie zu erhalten. Zahlreiche Folgen wurden produziert und auch in Spin-offs wie “Yogi auf Schatzsuche” und “The New Yogi Bear Show ” erlebte der Bär spannende Abenteuer. Nun durchlebte Yogi jedoch seinen größten Wandel. In dem Kinofilm “Yogi Bär” erwacht der Braunbär in animierter Form zum Leben.

Trotz der Veränderung bleibt Yogi aber der liebenswerte Nimmersatt mit grünem Schlips und Krawatte. An seiner Seite sein bester Freund Boo Boo. Gesprochen wird der tollpatschige Yogi von Schauspieler Dan Aykroyd (“Ghostbusters”), welcher es schafft dem Bären seinen bekannten Charme zu erhalten.

Die Rolle des Sidekicks Boo Boo übernimmt Popmusiker und Schauspieler Justin Timberlake, der bereits seit seiner frühsten Kindheit verschiedene Comic-Figuren imitiert. Gemeinsam kreieren beide eine zeitgenössische Interpretation der beiden Bären, welche trotz alledem den Liebreiz der Originale besitzt. Aber nicht nur die Stimmen der animierten Hauptcharaktere wurden prominent besetzt, auch vor der Kamara agierten bekannte Gesichter. Die Rolle des Parkranger Smith wird dabei von Thomas Cavanagh verkörpert, der bekannt ist durch seine Darstellung des Anwalts Ed Stevens in der Fernsehserie “Ed “.

Außerdem übernahm er die Rolle des Dan Dorian in der Serie “Scrubs – Die Anfänger”. Sein weibliches Gegenstück ist mit Anna Faris (“Scary Movie”) besetzt, die leider nicht ganz in den Film hineinfinden. In zahlreichen Szenen wird ihr Gesicht nur kurz eingeblendet, damit der Zuschauer nicht vergisst, dass sie überhaupt mitwirkt. Der letzte Bewohner des Jellystone Parks ist T. J. Miller (“Cloverfield”), der mit einigen lustigen Szenen für den ein oder anderen Lacher sorgen kann. Der Humor des Films wird aber weitesgehend von den Braunbären Yogi und Boo Boo getragen, welche mit ihren Missgeschicken immer wieder in einen neuen Schlamassel stolpern.

„Ich bin schlauer als der gewöhnliche Durchschnittsbär!“

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Bei der Story verlässt man sich auf die bekannten Zutaten eines Familienfilms. Ein böser Schurke der aufgehalten werden muss, ein tollpatschiger Held der das Übel abwenden soll, sowie eine nebensächliche Liebesbeziehung, die sich quasi aus dem Nichts entwickelt.

Vor allem jüngere Zuschauer werden dabei ihren Spaß haben. Das ältere Publikum erfreut sich eher an den bekannten Details aus der “Yogi Bear Show”. Die klassischen “Pick-a-Nic” und der “Yogi”-Ruf von Ranger Smith sind dabei nur einige Anspielungen auf die alten Zeiten.

Alles in allem bietet die Mischung aus Live-Action und Animation mittelmäßige Unterhaltung, die durch einen Bären mit Schlips und Krawatte an einigen Stellen jedoch wirklich Freude bereitet.

Cast & Crew

Regie: Eric Brevig
Drehbuch: Brad Copeland, Joshua Sternin, Jeffrey Ventimilia
Musik: John Debney
Schauspieler: Anna Faris, Tom Cavanagh, T. J. Miller
Stimmen: Dan Aykroyd, Justin Timberlake

Bewertung

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