19th Feb2016

„Colonia Dignidad“: Produzent Benjamin Herrmann steht Rede und Antwort

von

Colonia Dignidad

Seit dem 18. Februar läuft der Historien-Thriller Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück mit Emma Watson und Daniel Brühl in den Hauptrollen in den deutschen Kinos. Hintergrund des Geschehens ist der chilenische Militärputsch des Jahres 1973.

Passend zum Kinostart hatten wir zusammen mit unseren Blogger-Kollegen die Chance mehrere Fragen an den Produzenten Benjamin Herrmann zu richten. Seine Antworten wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten!

myofbDe: Wie war die erneute Zusammenarbeit mit Oscar-Gewinner Florian Gallenberger und was konnte er für den Film besonderes mitbringen?

Benjamin Herrmann: Ich kenne Florian seit über 20 Jahren, wir sind beste Freunde. Das macht vieles leichter – und manches schwerer. Aber seine Fähigkeit, sich in Stoffe reinzuarbeiten, und sein Talent, Vertrauen von fremden Menschen zu gewinnen, war für die Entwicklung des Drehbuchs entscheidend. Als Regisseur kämpft er mit aller Kraft für das beste Ergebnis und spornt alle um ihn herum zu Höchstleistungen an – und das sieht man dem Film an: er muss sich hinter großen, internationalen Filmen nicht verstecken!

myofbDE: Auf welche Weise haben Sie sich vor dem Dreh mit der realen Colonia Dignidad auseinandergesetzt?

Benjamin Herrmann: Florian war 5 oder 6 mal in Chile, hat die Colonia besucht (die heute Villa Baviera heißt) und unzählige Gespräche mit Opfern geführt, einige von ihnen haben an dem Film dann auch mitgearbeitet. Ich selbst war auch dort und Emma Watson ist eine Woche vor Drehbeginn zusammen mit Florian dorthin gefahren. Es war wahrscheinlich der einzige Ort auf der Welt, an dem sie nicht gleich erkannt wurde…

myofbDE: Daniel Brühl ist mittlerweile in Hollywood angekommen. Was denken Sie, warum er auf dem internationalen Markt so gefragt ist?

Benjamin Herrmann: Daniel ist einfach ein extrem guter Schauspieler, der vor allem sprachlich hochbegabt ist. Das hat ihm schon früh die Türen geöffnet.

Welche Fragen die anderen Blogger an den Produzenten des Films hatten, könnt ihr hier nachlesen: kino7.de | wewantmedia.de

Chile, 11. September 1973. Hunderttausende protestieren auf den Straßen Santiagos gegen General Pinochet, der sich gegen den Präsidenten Salvador Allende an die Macht putscht. Unter den Demonstranten sind auch Lena (Emma Watson), die als Stewardess am Tag zuvor in Chile gelandet ist, und ihr Freund Daniel (Daniel Brühl), der als Fotograf in Santiago lebt.

Unzählige werden in den Wirren des Aufruhrs vom Geheimdienst verhaftet, so auch Daniel und Lena. Daniel wird noch in der Nacht an einen unbekannten Ort verschleppt.

Nach dem ersten Schock versucht Lena herauszufinden, was mit Daniel passiert ist. Doch die Mitstreiter seiner Studentengruppe tauchen unter und auch die Deutsche Botschaft verweigert ihr jede Hilfe. Bei Amnesty International hört sie das erste Mal von der berüchtigten Colonia Dignidad, einer abgeschotteten deutschen Sekte im Süden Chiles, die enge Verbindungen zum Geheimdienst unterhält: es geht das Gerücht um, dass auf dem Gelände der Colonia Gefangene gefoltert werden – und Daniel vermutlich dort gefangen gehalten wird.

Völlig auf sich allein gestellt, entschließt sich Lena, der mysteriösen Sekte beizutreten und so Daniel wiederzufinden. Doch schon bald erkennt sie, in welch aussichtslose Situation sie geraten ist, denn noch nie ist jemandem die Flucht aus der Colonia gelungen…

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